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Preistr├Ąger 2015

v.l.n.r.: Dr. Matthias Konrad, Leiter Material, Bayern Innovativ GmbH, ,Prof. Rudolf Stauber, Sprecher Cluster Neue Werkstoffe, Preisträger Simon Kölbl, Dr. Markus Eder, Geschäftsführer, Bayern Innovativ GmbH, Harald Höglmeier, Geschäftsführer HP-T Höglmeier Polymer-Tech GmbH & Co. KG (Sponsor).

Nürnberg. Juli 2015 – Anlässlich des Symposiums „Material Innovativ 2015“ wurde in München der Nachwuchspreis Neue Werkstoffe an Simon Kölbl, Maschinenbaustudent im Masterstudium am Lehrstuhl für Fertigungstechnologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg verliehen. Die durch den Cluster Neue Werkstoffe ausgezeichnete Arbeit adressiert die Cluster-Themen innovative Leichtbaukonzepte und Nachhaltigkeit.

Leichtmetalle wie Aluminium spielen bei zukunftsweisenden Leichtbaukonzepten eine entscheidende Rolle. Mit einem Masseanteil von über 30 Prozent am PKW bietet die Karosserie hohe Gewichtseinsparpotenziale. Das hierfür verwendete Aluminium könnte nicht nur das Gesamtgewicht des Fahrzeugs sondern auch den Treibstoffverbrauch reduzieren. Oftmals werden aber die mechanischen. Eigenschaften von Aluminium den Anforderungen im Automobilbau nur unzureichend gerecht. Um die Festigkeit von Aluminium durch Kornfeinung  zu steigern, wird das Ausgangsmaterial im Accumulative Roll Bonding (ARB), einem Hochumformverfahren unterzogen. Dieser Prozess erhöht verfahrensseitig die Festigkeitswerte des Leichtbauwerkstoffs Aluminium und eröffnet so neue Anwendungsgebiete für Aluminium und Aluminiumlegierungen in der Mobilität. Simon Kölbls ausgezeichnete Forschungsarbeit greift diese Problematik auf und untersucht im Rahmen des Accumulate Roll Bonding - Prozesses und der damit einhergehenden Kornfeinung den Herstellungsprozess, die Umformbarkeit und eine laserbasierte Entfestigung ultrafeinkörniger Halbzeuge.

Hohe wissenschaftliche Exzellenz und starker Anwendungsbezug
Die Arbeit von Simon Kölbl erfüllte in herausragender Weise die wesentlichen Bewertungskriterien für diesen Preis: „Eine hohe wissenschaftliche Exzellenz, gepaart mit starkem Anwendungsbezug und einer hohen Relevanz für Cluster-Themen, wie den Bezug zwischen Werkstoffentwicklung und der Realisierung nachhaltiger Prozesse“, so Professor Rudolf Stauber, Sprecher des Clusters Neue Werkstoffe. „Der besondere wissenschaftliche Wert und die Excellenz der Arbeit sind in der sorgfältigen methodischen Vorgehensweise im Wechselspiel zwischen Experiment und numerischer Simulation sowie dem Abgleich der Ergebnisse zu sehen.“ Die Auszeichnung, die 2015 bereits zum vierten Mal durch den Cluster Neue Werkstoffe vergeben wird, prämiert jedes Jahr eine herausragende Diplom- oder Bachelorarbeit aus dem Kreis der Cluster-Akteure des Bayerischen Technologieclusters mit Bezug zur industriellen Anwendung auf dem Gebiet der Neuen Werkstoffe.

Das Anliegen des Nachwuchspreises Neue Werkstoffe ist es, den werkstoffwissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern sowie innovative und praktikable Ideen einer breiten Interessensgruppe zugänglich zu machen.

Der diesjährige Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wurde von den Cluster-Partnerfirmen Nifco KTW GmbH, Verpa Folie, Stabilo International GmbH, Alfmeier Präzision AG,  HP-T Höglmeier Polymer-Tech GmbH & Co. KG und der RF Plast zur Verfügung gestellt. Diese Unternehmen sind Projektpartner des „k-messwerk – Mess- und labortechnische Plattform in der Kunststoffregion Weißenburg-Gunzenhausen“. Eine fünfköpfige Jury von Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft und des Cluster-Managements von Bayern Innovativ bewertete die Arbeiten hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Exzellenz, des industriellen Anwendungsbezuges und der Relevanz zu den thematischen Schwerpunkten im Cluster Neue Werkstoffe.

Cluster Neue Werkstoffe: Bayerns Informationsdrehscheibe für die Materialszene
Verliehen wurde der Nachwuchspreis im Rahmen des 15. Symposiums „Material Innovativ“, das am 10. Juni 2015 in München stattfand. „Material Innovativ“ ist der wissenschaftliche Jahreskongress des Clusters Neue Werkstoffe. Der Cluster hat sich seit 2006 den Ruf als zentrale Informationsdrehscheibe erarbeitet, wenn es um das Thema Neue Materialien in Bayern geht. Mehr als 500 Firmen und Institute aus Bayern, dem Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland nutzen seine Kompetenzen und Dienstleistungen – vom Marketing über Kooperationsanbahnungen bis hin zur Initiierung von Projekten für Innovationen mit Neuen Materialien.