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Workshop Reihe Elektromobilität in Bayern

PV-basierte Ladestrategien zur wirtschaftlichen Optimierung der Elektromobilität

Schletter GmbH, Kirchdorf
17. März 2015

Bericht

Der Strom aus PV-Anlagen ist in Mitteleuropa zu Preisen von etwa 11 Cent/KWh zu erzeugen und damit um die Hälfte günstiger als Strom aus dem Netz. Experten prognostizieren weiter fallende Anlagenkosten. Batteriespeicher, aktuell die Schlüsselkomponente bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen, stehen erst am Anfang ihrer Produktion in großtechnischem Maßstab und haben ebenfalls deutliches Optimierungspotenzial. Beides wird dazu beitragen, dass die schon heute wirtschaftliche Eigenverbrauchslösung weiter an Attraktivität gewinnt.

Wo liegen die Hebel, um dieser zukunftsträchtigen Kombination, PV und Elektromobilität, bei Ihrem Weg in den Markt auf die Überholspur zu verhelfen?

Diese Frage stand im Mittelpunkt des Workshops am 17. März 2015, der mit der Firma Schletter keinen besseren Gastgeber hätte finden können.

Nach der freundlichen Begrüßung durch Geschäftsführer Ludwig Schletter, bildeten einleitende Vorträge von Branchenkennern und Experten die Grundlage der anschließenden Diskussion.

Impulsvorträge

Impulsvortrag 1: Photovoltaik und Elektromobilität - Die perfekten Partner in Ökologie und Ökonomie

Referent: Dipl. Ing. Hans Urban, Schletter GmbH

Kernaussagen des Vortrags:

Impulsvortrag 2: Intelligente Ladestrategien im Fuhrparkmanagement

Referent: Dipl.-Ing. Maximilian Stahl, Hochschule Kempten

Impulsvortrag 3: Effiziente Antriebstechnologien der Zukunft

Referent: Tobias Rottwinkel, The Mobility House

Arbeitsgruppen: eigenverbrauchsorientierte Ladestrategien

Nach diesen einführenden Impulsvorträgen ging es in zwei separaten Arbeitsgruppen, gegliedert in gewerbliche und private Nutzung der Elektromobilität, an die Bearbeitung der Aufgabenstellungen. Die Diskussion der interdisziplinären Expertengruppen orientierte sich an zentralen Fragestellungen:

Arbeitsgruppe 1: Ladestrategie im gewerblichen Einsatz

Moderation: Dr. Guido Weißmann, Bayern Innovativ GmbH, Nürnberg

Inhalt und Vorgehen

Rund 25 Experten beteiligten sich an dem Expertengespräch. Zunächst wurde das Nutzungsverhalten der Zielgruppe „gewerblicher Einsatz“ konkretisiert.

Die ersten vier Eigenschaften erschienen dabei eher positiv für die Nutzung von PV-Strom. Bzgl. Flexibilität hängt die energieeffiziente Einbindung der Elektrofahrzeuge an eine PV-Anlage wesentlich von der Art der gewerblichen Anwendung ab. Planbare Fahrprofile – z.B. Liefer- oder Pflegedienste – sind dabei grundsätzlich einfacher zu kalkulieren als Anwendungen mit vorwiegend spontanen Fahrten bzw. einem hohen Bedarf an einer schnellen Verfügbarkeit – z.B. Taxibetrieb.

Die Diskussionsrunde wurde mit folgenden drei Themenkomplexen eröffnet:

  1. Energie-Autarkie / Eigenstromerzeugung
  2. Wirtschaftlichkeit von PV-Schnellladestationen
  3. Bereitstellung von Regelleistung und gesteuerte Lasten

Das Thema 2 fand dabei wenig Interesse bei den Experten, da dieser Bereich eher die Wirtschaftlichkeit einer Tankanlage und weniger den gewerblichen Einsatz von Elektrofahrzeugen adressiert. Insofern wurden in der Expertengruppe vorwiegend die Themen 1 und 3 diskutiert. Dabei zeigte sich eine starke inhaltliche Überschneidung, so dass rückblickend eine thematische Trennung nicht zwingend erschien.

Statements und Fazit

Arbeitsgruppe 2: Eigenverbrauchsoptimierung für Privatanwender

Moderation: Torsten Urban, Bayern Innovativ GmbH, Nürnberg

Inhalt und Vorgehen

Für Privatanwender standen die folgenden drei Szenarien zur Diskussion:

Nach kurzer Abstimmung war klar, dass man sich auf die Lösung Eigenheim fokussieren wollte, da der Weg zu tragfähigen Geschäftsmodellen für die anderen beiden Lösungen aus heutiger Sicht noch zu weit ist. Die Hindernisse im Einzelnen:

Mehrparteienhaus:

Standortübergreifende Lösungen:

Fazit