Transnet BW nimmt neue Leitwarte in Betrieb

Mit einer neuen Hauptschaltleitung für das Übertragungsnetz macht sich das Unternehmen fit für die Aufgaben der Energiewende.
nach Quelle: E&M PowerNews, 26. Juni 2017


Bildquelle: Fotolia©Gina Sanders

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde in der Stadt Wendlingen nahe Stuttgart die Hauptschaltleitung nun offiziell seiner Bestimmung übergeben, teilte der Übertragungsnetzbetreiber Transnet mit. 50 Mio. Euro hat das Unternehmen ausgegeben, um „das neue hochmoderne Herzstück des baden-württembergischen Übertragungsnetzes“ zu realisieren.
Knapp 100 Mitarbeiter haben dort ihren Arbeitsplatz. Die neueste Technik sei dort installiert, mit der künftig auch die Einspeisung aus den Gleichstromleitungen Südlink und Ultranet gesteuert werde. Die Leitungen haben ihre Endpunkte in Leingarten und in Philippsburg in Baden-Württemberg.
 
Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, wies zusammen mit dem baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bei der Eröffnung darauf hin, dass es beim Betrieb des Übertragungsnetzes um die Integration erneuerbarer Energien, die Abwicklung des weiter wachsenden Stromhandels und die Koordination bei Netzsicherheits- und Krisenfragen gehe. „Diese Aufgaben bedeuten in der Praxis viele komplexe, aufwendige Planungs- und Prognoseschritte und eine ständige Überwachung und Steuerung im Betrieb.“ Eine leistungsfähige Leitwarte sei daher unabdingbar, um diese komplexen Herausforderungen zu meistern.
 
Autor: Stefan Sagmeister