Per Handy Ladestrom zapfen

Der Ladeverbund Franken plus macht das Laden von Elektroautobatterien an seinen 160 Ladesäulen kostenpflichtig und führt ein einheitliches Zugangssystem ein.
nach Quelle: E&M PowerNews, 24. August 2017


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Ab 1. September werden die 160 Ladesäulen der im Ladeverbund Franken plus organisierten 44 Stadt- und Gemeindewerke in Nordbayern einheitlich zugänglich sein.Das Ladenetzwerk wurde 2012 vom Nürnberger Energieversorger N-Ergie, der Infra Fürth, den Stadtwerken Ansbach und den Stadtwerken Schwabach gegründet. Koordiniert wird es von der Nürnberger Solid GmbH.
Das neue Zugangssystem wurde seit Jahresbeginn getestet. Die Ladesäulen können über ein beliebiges Mobiltelefon und den Versand einer SMS genutzt werden. Bezahlt wird der Ladestrom in der Regel über die Mobilfunkrechnung, auf Wunsch auch über Kreditkarte oder Lastschriftverfahren. Außerdem ist eine Nutzung über Ladekarten und Apps anderer Fahrstromanbieter möglich. Vom Zugang über das Handy profitieren Durchreisende, die zum Laden ihres Elektroautos keine spezielle Karte brauchen.
Mit dem einheitlichen Zugang wird das Laden an derzeit rund 160 Säulen des Ladeverbunds kostenpflichtig. Die Nutzer zahlen pro begonnener Viertelstunde. Mit drei verschiedenen Tarifstufen bezieht der Ladeverbund neben der Ladezeit auch die Ladeleistung des angeschlossenen Fahrzeugs als weitere Komponente ein. Damit werde berücksichtigt, dass viele Elektroautos derzeit die Ladeleistung von 22 kW nicht voll ausschöpfen können, heißt es.
Alle Stadt- und Gemeindewerke des Verbunds greifen auf dieselbe Technik zurück: Ladesäulen des Laufer Herstellers ABL und Software des Kitzinger Unternehmens Charge IT Mobility GmbH.
 
Autor: Peter Focht
 
Weitere Informationen: http://www.solid.de/