Power-to-Gas für Pfaffenhofen

Die bayerische Gemeinde will ab 2018 ihren Verbrauch aus selbst produziertem Ökostrom decken und die CO2-Emissionen senken. Dafür wurde das Projekt "Infinity-1" gestartet.
nach Quelle: E&M PowerNews, 14. November 2017
Gemeinsam mit der Bürgerenergiegenossenschaft "Bürgerenergie Pfaffenhofen" und weiteren Partnern hat der Power-to-Gas-Spezialist Electrochaea das Projeklt Infinity-1 aufgesetzt. Um die Energieversorgung der Gemeinde auf Erneuerbare umzustellen, hat Electrochaea eine 1-MW-Power-to-Gas-Anlage installiert, um überschüssigen Ökostrom in Gas umzuwandeln und zu speichern.
 
Der bei der Elektrolyse aufgespaltene Wasserstoff wird unter Zugabe von CO2 von Urzeit-Mikroorganismen zu Biomethan umgewandelt. Wie Electrochaea mitteilte, wird in Pfaffenhofen das CO2 aus dem städtischen Klärwerk genutzt. Das produzierte Biomethan kann den Angaben nach ohne weitere Aufbereitung in das Gasnetz eingespeist werden.
 
"Pfaffenhofen ist ein sehr gutes Beispiel, wie verschiedene Technologien vernetzt werden können, um eine saubere und sichere Energieversorgung im Netzmaßstab zu ermöglichen. Wir hoffen, dass weitere Städte und Gemeinden ähnliche Energiekonzepte umsetzen werden", erklärt Mich Hein, Geschäftsführer von Electrochaea.
 
Neben der Bürgerenergiegenossenschaft Bürgerenergie Pfaffenhofen, den Stadtwerke Pfaffenhofen und Electrochaea gehören Max Streicher Anlagentechnik (Anlagenbau), H-TEC Systems (Elektrolyse) und Audi Stiglmayr Pfaffenhofen (Gasmobilität) zum Infinity-1-Projekt. 
 
Autor: Andreas Kögler