Solar-Verband macht sich für Speicher stark

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) skizziert in einem 10-Punkte-Papier eine Stromspeicherstrategie für die 19. Legislaturperiode.
nach Quelle: E&M PowerNews, 29. November 2017


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Als Richtschnur für die Politik soll das 3-seitige Impulspapier dienen. Gleich zu Anfang heißt es: „Eine ambitionierte Speicherstrategie ist eine unverzichtbare Voraussetzung dafür, dass einheimische Unternehmen bei dieser Schlüsseltechnologie eine weltweite Spitzenposition behaupten können.“
„Jetzt kommt es darauf an, den Markt für Solarstromspeicher weiter zu öffnen und zu beleben“, sagt Carsten Körnig. Und ein starker Heimatmarkt beschleunige auch die Energiewende, so der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.
Vor dem Hintergrund eines stetigen Preisverfalls für Heim- und Gewerbespeicher und einer steigenden Nachfrage nach den Geräten − bislang seien bereits 75 000 Solarstromspeicher in Deutschland installiert − schlägt der BSW zehn Sofortmaßnahmen vor. Sie sollen die Marktfähigkeit von Speichern sichern. Statt hoher Zuschüsse soll der Abbau von Marktbarrieren den Erfolg bringen.
Dazu zählt beispielsweise die energierechtliche Definition von Speichern, die weder Verbraucher noch Erzeuger seien. Darüber hinaus sollen Doppelbelastungen und sehr komplexe sowie teilweise widersprüchliche Ausnahmen beseitigt werden, so dass künftig nur noch beim Endverbrauch Abgaben und Steuern anfallen. Unter anderem sollen Speicher künftig auch mehrere Dienstleistungen erbringen und gleichzeitig an allen Energiemärkten teilnehmen dürfen.
Laut BSW hatten Union, FDP und Grüne bei ihren Sondierungsgesprächen bereits eine gemeinsame Linie gefunden und sich dafür ausgesprochen, bürokratische Hemmnisse sowie Umlagen und Abgaben für Speicher abzubauen und so Speichertechnologien weiter zu fördern. Daher zeigt sich der Verband zuversichtlich, dass die Politik in der nächsten Legislaturperiode die Hinweise auch entsprechend berücksichtigen wird.
„Wir erwarten, dass eine neue Bundesregierung diese Aufgabe sehr ernst nehmen wird. Jetzt entscheidet sich, wer bei dieser globalen Schlüsseltechnologie langfristig technologisch und industriell die Nase vorne hat“, so König.
 
Autor: Fritz Wilhelm
 
Weitere Informationen: Impulspapier