6. Conference on Future Automotive Technology
Focus Electromobility

09./10. Mai 2017, Veranstaltungsforum Fürstenfeld

 

Bericht

Zur 6. Conference on Future Automotive Technology trafen sich am 9. und 10. Mai 2017 wieder über 350 Experten, um sich über neueste Technologien im Umfeld der Elektromobilität auszutauschen. Zahlreiche Referenten aus Industrie und Wissenschaft berichteten von ihren Entwicklungen und Bedarfen.

In den Plenarvorträgen ging es um die Notwendigkeit einer konsequenten Ausrichtung der Branche technologisch zu elektrischen Antrieben und konzeptionell zur Mobilität. So warnte Peter Schwarzenbauer, Mitglied des Vorstands der BMW AG, vor den Gefahren in der Automobilindustrie, wenn man sich nicht konsequent auf den Mobilitätswandel einstellt. BMW investiert in den nächsten Jahren 500 Mio. € in StartUps zum Ausbau eines Mobilitätsökosystems: Hierbei namentlich die 4 Asse der BMW Group für die Transformation: Autonomous / Connected / Energy / Shared. Große Chancen sieht BMW im Thema „Mobility as a Service“.

Prof. Dr. Gernot Spiegelberg, Siemens Corporate Technology, schwenkte den Blick in die Zukunft. Vor wenigen Jahren noch als Vision gesehen, stehen die Trends unmittelbar vor der Türe - aus "Freude am Fahren" wird "Spaß während des Transports", so seine Einschätzung. Mobilitätsdienstleister werden daher in Zukunft eine größere Rolle als Fahrzeughersteller spielen. Audi wird laut Dr. Nikolai Ardey, Leiter Entwicklung Antrieb, in den nächsten Jahren eine Vielzahl von neuen Elektromodellen auf den Markt bringen, darunter den e-Tron quattro concept sowie Mild- Hybride in verschiedenen Segmenten.

Gefahren aus einer ganz anderen Richtung zeigte Dr. h.c. Florian Homm auf. Als ehemaliger Investment Banker warnte er vor verschiedenen weltweiten Investmentblasen, den Problemen der Fiskalpolititk und der Sicherung von Rohstoffreserven insbesondere durch China. Dass Deutschland bisher weder Leitmarkt noch Leitanbieter für Elektromobilität ist, bemängelte der Präsident des Bundesverbandes Elektromobilität, Kurt Sigl. Eine der größten Herausforderung ist es, Fachkräfte zu finden. „Wir brauchen einen Campus, der sich um das Thema neue Mobilität dreht – dorthin müssen wir junge Menschen einladen die etwas für die Zukunft bewegen wollen.“ Prof. Markus Lienkamp von der TU München sieht bei nahezu allen OEM´s in naher Zukunft reine BEV´s im purpose Design mit Batteriepacks im Fahrzeugboden, mit über 300 km NEFZ Reichweite und einem Preis von ca. 30 T€ ab 2020.

Visionäre Mobilität war das Thema der diesjährigen Podiumsdiskussion. Für Dr. Stefan Niemand, Abteilungsleiter Elektrifizierung bei AUDI, müssen Hersteller die Produkte auf die Straße bringen, welche der Kunde auch haben will. „Wir müssen zuerst den Handel überzeugen, Elektroautos zu verkaufen, er ist unser Sprachrohr zum Kunden.“ Grundvoraussetzung für eine funktionierende Elektromobilität ist eine funktionierende und vorhandene Ladeinfrastruktur. Deutsche OEMs und die Politik müssen hier massiv nachlegen. Dirk Gulde, Redakteur bei Auto Motor und Sport sieht die Plug-in-Hybride als Einstiegsdroge, um Elektromobilität den Kunden näher zu bringen. Der ADAC Eco Test sieht die Elektrofahrzeuge weit vorne, Dieselgate erweist sich letztlich als Treiber der Elektromobilität, resümiert Reinhard Kolke, Leiter Test und Technik beim ADAC.

Das Elektromobilität mit den richtigen Fahrzeugen schon heute funktioniert bewies Robin Engelhardt, mit 17 Jahren das jüngste Mitglied im Beirat des BEM. „Mit unserem Tesla fahren wir problemlos auch sehr lange Strecken und für alles rund um Stuttgart ist unsere Zoe perfekt.“ Engelhardt hat seine Eltern zum Umstieg überzeugt. Seine Vision der Mobilität der Zukunft: Elektromobilität, autonomes Fahren und schlussendlich auch Mobility as a Service wird schneller Alltag werden, als wir denken.
In den zahlreichen Fachvorträgen, den Pitches von Wissenschaftlern und StartUps sowie in der Fachausstellung wurden detaillierte Wege und technologische Lösungen vorgestellt.

„Viele neue Informationen“, „sehr gute Kontakte“, „hervorragend zum Netzwerken“, so die Rückmeldungen der Teilnehmer. Der Termin für die nächste CoFAT steht übrigens schon fest: am 8. und 9. Mai 2018 dreht sich in Fürstenfeldbruck wieder alles um Future Automotive Technology. Wenn auch Sie ihre Themen dort vorstellen wollen – sprechen Sie uns an!

Fachlicher Ansprechpartner 
Holger Czuday
Tel. +49 911-20671-212
Fax +49 911-20671-733

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