Teure Energiewende: Niedriginvestive Maßnahmen entlasten Verbraucher

Die Kosten für die Energiewende steigen und belasten den Verbraucher.
nach Quelle: Pressemeldung ista International GmbH, 19. Januar 2017

"Niedriginvestive Maßnahmen zum Energiesparen können dem rasch entgegenwirken", sagt Thomas Zinnöcker, CEO von ista.

Für den Verbraucher wird die Energiewende immer teurer. Die Ökostrom-Umlage erreicht mit 6,88 Cent/kWh in diesem Jahr ihren bisherigen Höchststand. Die Kosten für den Netzausbau sind weiterhin unklar. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung kürzlich berichtete, bemängelt nun auch der Bundesrechnungshof die fehlende Weitsicht bei den Energiewendekosten. Die Bezahlbarkeit müsse von der Regierung genauer betrachtet und Kostenentwicklungen besser prognostiziert werden, heißt es in einem unveröffentlichten Prüfbericht.

"Die Energiewende muss den Verbraucher mitnehmen, wenn sie erfolgreich sein soll", sagt Thomas Zinnöcker, CEO von ista, einem der weltweit führenden Anbieter für mehr Energieeffizienz im Gebäude. "Gerade vor dem Hintergrund steigender Kosten muss der Verbraucher die Möglichkeit haben, selbstständig und unabhängig von energiepolitischen Entwicklungen seinen Verbrauch senken und dadurch Kosten sparen zu können." Daher sei es richtig, dass die Bundesregierung bei der Energiewende nun verstärkt auf das Thema Energieeffizienz setze. "Im Gebäudebereich ist das Einsparpotenzial in Deutschland riesig. Hier muss man mit niedriginvestiven Maßnahmen ansetzen, um den Verbraucher zu stärken und gleichzeitig zu entlasten."

Auch der aktuelle Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) müsse dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit noch mehr Rechnung tragen. Zinnöcker warnt in diesem Zusammenhang davor, die Immobilien- und Wohnungswirtschaft mit immer neuen Effizienzvorschriften zu überlasten. Stattdessen sollten etablierte niedriginvestive Maßnahmen, wie etwa die Heizkostenabrechnung für Mieter in Mehrfamilienhäusern, weiterentwickelt werden. Diese sorgt laut EU für Einsparungen von durchschnittlich 20 Prozent beim jährlichen Wärmeverbrauch eines Haushalts. Bei Wärmekosten von durchschnittlich 800-900 Euro pro Jahr machen sich diese Einsparungen für den einzelnen Mieter schnell bemerkbar.

 

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