GE stellt größte Onshore-Windturbine vor

Auf der Husumer Windmesse stellt der GE-Konzern die bislang größte Onshore-Windturbine in der Unternehmensgeschichte vor. Nur eine Anlage ist bislang größer.
nach Quelle: E&M Powernews, 13. September 2017

Die neue Anlage der Amerikaner verfüge über eine Generatorleistung von 4,8 MW und einen Rotordurchmesser von 158 Metern, teilte das Unternehmen mit. Je nach Windstandort könne die Höhe der neuen Windturbinen angepasst werden, maximal sei eine Gesamthöhe von 240 Metern möglich.

Bildnachweis: GE


In der Tat sind alle diese Maße für eine Onshore-Windturbine rekordverdächtig. Eine noch größere Windenergieanlage , die an Land errichtet worden ist, gibt es nur mit der E-126 aus dem Hause Enercon, die es auf eine Leistung von knapp 7,6 MW bringt. Dieser Brummer war aber ursprünglich für den Einsatz auf dem Meer entwickelt worden, allerdings hat Enercon sich schon vor Jahren gegen das Offshore-Windgeschäft entschieden.
Nicht nur GE präsentiert in Husum ein neues Windanlagenmodell, auch Nordex und Senvion haben das bereits vor einigen Tagen gemacht. All diesen Neuerungen ist gemeinsam, dass sie auf niedrigere Stromgestehungskosten ausgelegt sind. „Das ist unsere Antwort, auf die zunehmend wettbewerbsfähigen Kilowattstundenpreise, die wir zuletzt bei den Ausschreibungen weltweit gesehen haben“, betonte Pete McCabe, der für den gesamten GE-Konzern für das Onshore-Windkraftgeschäft verantwortlich ist. 


​„Die neue GE 4,8-158 ist unsere Gewinner-Maschine.“
„Die neue GE 4,8-158 ist unsere Gewinner-Maschine.“ Mit zu den höheren Erträgen soll auch das optimierte Blattdesign beitragen, das GE zusammen mit seinem Tochterunternehmen LM Windpower entwickelt hat. Im Herbst 2016 hatte GE den bis dahin größten unabhängigen Rotorblatthersteller mit Sitz im dänischen Kolding übernommen.
Die ersten Reaktionen von Kunden auf die neue Windenergieanlage seien durchweg positiv gewesen, berichtete Andreas von Bobart, verantwortlich für das GE Onshore-Windgeschäft in Deutschland, in einer Telefonkonferenz einer internationalen Journalistenrunde. „Wir gehen davon aus, dass wir die ersten dieser neuen Anlagen Ende 2019 ausliefern werden.“ Er glaubt, dass bei einer Reihe von den bei den bisherigen beiden Onshorewind-Ausschreibungen erfolgreichen Bürgerenergiegesellschaften die neue GE-Anlage zum Einsatz kommt.
Diese Bürgergruppierungen hatten die Zuschläge bei den Auktionen unter anderem auch deshalb gewonnen, weil sie ihre Angebote mit einer Anlagentechnik kalkuliert haben, die heute noch gar nicht auf dem Markt ist. „Wir haben künftig die richtige Anlage für das Ausschreibungszeitalter“, betonte von Bobart. Was für GE wichtig ist: „Deutschland wird auch künftig zu unseren Kernmärkten zählen.“  

Autor: Ralf Köpke

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http://www.genewsroom.com/press-releases/ge-pr%C3%A4sentiert-leistungsstarke-32-130-windenergieanlage-zur-husum-wind-281715