Deutscher Energieverbrauch gesunken

Während im ersten Quartal 2017 weniger Energie verbraucht wurde, nahm der Erneuerbaren-Anteil wie im Vorjahreszeitraum zu.
nach Quelle: E&M PowerNews, 22. Mai 2017


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Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. (AGEB) hat der Energieverbrauch in Deutschland im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,4 % auf 125,4 Mio. t Steinkohleneinheiten (SKE) abgenommen. Während der kalte Januar sowie das anhaltende Wirtschaftswachstum für einen Verbrauchszuwachs sorgten, wirkten sich laut AGEB der gegenüber 2016 fehlende Schalttag sowie der warme Monat März verbrauchsdämpfend aus.
 
 Der Beitrag der Kernenergie sank wegen geänderter Revisionen im Berichtszeitraum um 33 %, der Beitrag erneuerbarer Energien nahm ähnlich wie im Vorjahr um 5 % zu. Mit 26 % war der Zuwachs bei der Solarenergie am stärksten. Bei der Windkraft gab es ein Plus von 8 % und bei der Biomasse von 3 %. Die Wasserkraft verzeichnete dagegen ein Minus von 20 %. Bei den sonstigen Energieträgern − überwiegend nichtbiogener Abfall − kam es zu einem Plus von 6 %.
 
Aufgrund des höheren Einsatzes zum Ausgleich fluktuierender Erneuerbaren-Erzeugung stieg der Steinkohleverbrauch im Berichtszeitraum um 2,6 % an. Eine bessere Kraftwerksverfügbarkeit sorgte für einen um 0,4 % höheren Braunkohleverbrauch. Der Erdgasverbrauch lag 1 % höher als im Vorjahreszeitraum. Ohne Witterungseinflüsse, den Schalttages sowie weiterer verbrauchsdämpfender Faktoren wäre der Erdgasverbrauch in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um mehr als 6 % gestiegen, so die AGEB.
 
Autor: Andreas Kögler