18. Kooperationsforum

Bordnetze

23. November 2015, BMW Welt, München

 

Themenschwerpunkte

Bildnachweis: BMW Group 

Trends im Bordnetz

Trends der Automobilwelt wie hochautomatisiertes Fahren, Vernetzung und insbesondere die individualisierte Nutzung der mobilen Möglichkeiten werden Realität.
Die daraus resultierenden Funktionalitäten und Anforderungen haben einen erheblichen Einfluss auf die zukünftigen Bordnetzarchitekturen. Das Bordnetz im Automobil wird somit immer mehr zum Enabler fast aller zukünftigen Fahrzeuginnovationen. Unzählige Anforderungen führen damit zu einer ständig steigenden Komplexität. Zusätzlich wird vom „Nervensystem Bordnetz“ zu jeder Zeit und in jeder Situation Höchstleistung und extreme Zuverlässigkeit verlangt.
Grundsätzlichen Fragen dazu müssen von verschiedenen - monetären als auch technischen - Seiten betrachtet und demzufolge von verschiedensten Vertretern der Wertschöpfungskette ausgeleuchtet werden.

Im Kontext des hochautomatisierten Fahrens ergeben sich nicht nur neue Anforderungen an Leitungen und Steckverbindern sowie eine qualitativ hochwertige Fertigung – vielmehr muss auch das Gesamtkonzept der Auslegung des Bordnetzes selbst neu gedacht werden: Je mehr Funktionen, desto mehr mögliche Fehlerquellen …. Jede einzelne Komponente vom Steuergerät bis zur Energieversorgung, Sensorik, Aktorik und Bordnetz-Auslegung hat ihre eigenen Sicherheitskriterien - aber wie verhält es sich mit dem Gesamtsystem? Für die Zukunft macht man sich jetzt schon Gedanken zu einer fehlertoleranten Bordnetz-Auslegung im Kontext des automatisierten Fahrens – z.B. aus Sicht der Steuergeräte, aber auch welche Handlungsoptionen es „auf der anderen Seite der Schnittstelle“ – dem Leitungssatz, gibt.

Welche neuen Funktionen sind unkritisch (z.B. Infotainment) und welche sind sicherheitskritisch (z.B. elektr. Lenkung, Notbremse)?  Hierzu müssen ausgewählte Aspekte der „Funktionalen Sicherheit“ für elektrisch/elektronische Systeme im Kfz sichergestellt werden, welche entsprechend ihrer ASIL-Sicherheitsstufe (Automotive Safety Integrity Level) klassifiziert sind. Wie können hier Auslegungs-, Ausfall-, oder Rückfall-Lösungen aussehen? Sollen Energie- bzw. Datenleitungen redundant analog wie in der Luftfahrt ausgelegt werden? Sicherlich gibt es nicht „die Lösung“, sondern, je nach Funktion, OEM und Bordnetz-Auslegungs-Konzept individuelle Überlegungen.

Wie man bereits in der Bordnetz-Auslegungsphase das Konzept der Topologie und die Aufteilung der Komponenten optimieren kann, ist inzwischen mit entsprechenden Prozeß-Tools möglich. Über den Zugriff auf hinterlegte Datenbanken kann hier bereits während einer frühen Entwicklungsphase ein positiver Einfluss auf die Kostenentwicklung genommen werden. Eine weitere Möglichkeit bildet die Simulation von Temperatur und Lebensdauer auf Komponenten- und Systemebene, um möglichst frühzeitig eine optimale Auslegung sicherzustellen.

Wie diese Aspekte aussehen können und welche weiteren zukünftigen Trends für das Bordnetz ausschlaggebend werden, erfahren Sie auf dem inzwischen 18. Bordnetze Forum am 23. November 2015 in der BMW Welt, München. Zwischen 300 und 400 Teilnehmer jährlich - aller namhaften Unternehmen aus der Zuliefererbranche - machen diese Veranstaltung zu einem Jour Fixe der Branche.

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