Bioenergie hauptsächlich für Wärmesektor

In einer Metaanalyse hat die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) untersucht, welche Perspektiven es für feste, flüssige und gasförmige Bioenergieträger gibt.
nach Quelle: E&M PowerNews, 01. Dezember 2016

Für die Metaanalyse wertete die Agentur sieben seit 2012 erschienenen Studien mit zwölf verschiedenen Szenarien aus. Zwei Szenarien deuten darauf hin, dass die Bioenergiemenge, die nötig ist, um die klimapolitischen Ziele zu erreichen, bei Beibehaltung der aktuellen Rahmenbedingungen verfehlt würde. Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass anspruchsvolle Klimaziele auch ohne wachsende Beiträge von Bioenergie erreichbar sind. Die meisten Szenarien rechnen laut AEE damit, dass auch künftig genügende Mengen an festen, gasförmigen und flüssigen Bioenergie-Trägern bereitgestellt werden können.
 
Die Studien kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass die Nutzung flüssiger Biomasse zur Stromerzeugung verschwinden wird und feste Biomasse auch künftig der mengenmäßig wichtigste Bioenergie-Träger bleibt. Der Wärmesektor wird beim Biomasse-Einsatz dominieren. Wird der Straßenverkehr künftig zunehmend elektrisch abgewickelt, könnten Biokraftstoffe vermehrt im Güter- und Flugverkehr eingesetzt werden. Die Mengen an Biokraftstoffe nehmen in den Szenarien bis 2050 teilweise deutlich zu.

Autor: Armin Müller

Weitere Informationen:
https://www.unendlich-viel-energie.de/