Schmack Biogas steigt aus Anlagenbau aus

Die Schmack Biogas GmbH wird künftig keine Biogasanlagen mehr planen und bauen, sie will sich stattdessen auf die Wartung und Optimierung von bestehenden Anlagen konzentrieren.
nach Quelle: E&M PowerNews, 05. Mai 2017


Bildquelle: istock-photo ©Wittelsbach Bernd

Mit der Konzentration auf das Servicegeschäft reagiert das Unternehmen, das seit 2010 zur Viessmann-Gruppe gehört, auf die insgesamt schwache Entwicklung der Biogas-Branche.In Deutschland, dem mit Abstand wichtigsten Markt, werden aufgrund der politischen Rahmenbedingungen seit mehreren Jahren kaum noch neue Anlagen gebaut, heißt es bei Viessmann.Das Ausland könne diese Entwicklung bei weitem nicht kompensieren.

 Noch im März diesen Jahres hatte Schmack den Auftrag für den Bau einer Biomethananlage aus Sourdun im Norden von Frankreich erhalten. Die geplante Biogasanlage soll in der ersten Ausbaustufe stündlich 250 Nm3 Rohbiogas produzieren können. Dieses wird mittels Druckwechsel-Adsorption (PSA-Verfahren) auf einen Methangehalt von mindestens 97 % veredelt und kann dann ins Gasnetz eingespeist werden. Lieferant der Gasaufbereitungsanlage ist Schmack Carbotech, Schmack Biogas ist als Generalunternehmen für das Gesamtprojekt verantwortlich. Die erste Biomethan-Einspeisung ist Ende dieses Jahres vorgesehen.
 
Im Zuge des Ausstiegs aus dem Anlagenbau-Geschäft werden bei dem Schwandorfer Unternehmen Arbeitsplätze abgebaut. Betroffen sind nach Auskunft von Viessmann aktuell rund 50 Mitarbeiter, für die sozialverträgliche Lösungen gefunden werden sollen. Das Servicegeschäft, das fortgeführt werden soll, sieht man angesichts eines Gesamtbestands von rund 8 000 Biogasanlagen allein in Deutschland weiter als wirtschaftlich interessant an.

Autor: Armin Müller

Weitere Informationen: http://www.schmack-biogas.com/de/aktuelles.html