Energieverbrauch in Deutschland steigt:

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2016 witterungsbedingt um 1,6 % auf nun 458,2 Mio. t Steinkohleeinheiten (SKE) gestiegen.
nach Quelle: &M PowerNews, 20.12.2016

Wie die AG Energiebilanzen (AGEB) am 20. Dezember mitteilte, beruht der Anstieg auf der im Vergleich zum Vorjahr kühleren Witterung sowie dem diesjährigen Schalttag am 29. Februar. Außerdem sorgen Bevölkerungszuwachs und die anhaltend positive Wirtschaftsentwicklung für eine höhere Energienachfrage. Zwar habe die steigende Energieeffizienz den Anstieg des Energieverbrauchs gedämpft, dennoch gab es beim Erdgas- und Mineralölabsatz sowie bei den erneuerbaren Energien einen deutlichen Zuwachs. Rückläufig entwickelten sich dagegen die Kernenergie sowie der Stein- und Braunkohleverbrauch.

Nach Einschätzung der AGEB sind die energiebedingten Treibhausgasemissionen im Jahr 2016 um 0,9 % gestiegen, weil die geringeren Emissionen aus der rückläufigen Stein- und Braunkohlenutzung von einem höheren Erdgas- und Mineralölverbrauch übertroffen wurden. Bereinigt um den Wettereinfluss stieg der Energieverbrauch um 1 %, die CO2-Emissionen nahmen um 0,6 % zu.

Dem Mineralölverbrauch attestiert die AGEB einen Zuwachs um 1,8 % auf 155,8 Mio. t SKE, was sich vor allem mit einem um 4,5 % höheren Dieselabsatz erklären lasse. Der Kerosinabsatz für Flugzeuge stieg um 4 %. Unverändert blieb hingegen der Absatz von Ottokraftstoffen. Der Heizölabsatz fiel um rund 3 %, während sich der Erdgasabsatz um gut 10 % auf 103,8 Mio. t SKE erhöhte. Neben der kühleren Witterung im letzten Quartal machte sich hier auch der höhere Gaseinsatz in Kraftwerken und hier insbesondere in Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung, bemerkbar. Zudem seien neue Gaskraftwerke ans Netz gegangen. Bei der Steinkohle sank der Verbrauch hingegen um 3 % auf 55,8 Mio. t SKE, weil der Kohleeinsatz in Kraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung um 6,2 % zurückging. Auch bei der Braunkohle war die Entwicklung rückläufig, hier fiel der Verbrauch mit 52,0 Mio. t SKE um 2,6 % geringer aus als 2015. Der Kernenergieeinsatz ging aufgrund von Kraftwerksrevisionen und der Stilllegung des KKW Grafenrheinfeld um 7,4 % zurück.

Die rückläufige Verbrauchsentwicklung bei den fossilen Energien ist auch der gestiegenen Einspeisung der Offshore-Windparks geschuldet, meint die AGEB. Insgesamt konnten die erneuerbaren Energien ihren Anteil am Energiemix um 2,9 % auf 57,7 Mio. t SKE steigern.

 

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http://www.ag-energiebilanzen.de/