Systemstütze KWK – Schlüsseltechnologie der Energietransformation

Die Energiewende in Deutschland ist kein Selbstzweck, sondern dient in erster Linie der Dekarbonisierung der Energieversorgung, um erkannte Auswirkungen mit vorhersehbar verheerenden Folgen für das globale Klima zu minimieren oder ganz zu vermeiden.
nach Quelle: Bayern Innovativ, 23. März 2016

Bildnachweis: Fotolia/Jan_Jansen 

Der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) kommt in diesem Prozess eine Schlüsselrolle zu. Effiziente Nutzung von Energieträgern, ein unverzichtbarer Beitrag zur Versorgungssicherheit und die zentrale Stellung am System Strom und Wärme rücken sie in den Mittelpunkt künftiger Versorgungsansätze. KWK ist als Effizienztechnologie der ideale Partner von Power to Heat für die Flexibilisierung der Nachfrage, und Power to Gas für die saisonale Speicherung regenerativ erzeugter Energien.

Zum zweiten Mal war die bayerische und österreichische KWK-Branche am Bayerischen Kompetenzzentrum KWK an der OTH Amberg zu Gast, um die neuesten Entwicklungen zu analysieren und Erfahrungen auszutauschen.

Professor Markus Brautsch und Professor René Hofmann, TU Wien, gaben in ihren einführenden Beiträgen die wesentlichen Trends der Branche vor und erläuterten die Auswirkungen auf künftige Forschungsbedarfe. Sinkende Förderung, beschränkte Ausbauziele, zunehmende regulatorische Anforderungen, sowie Marktintegration und systemdienliche Fahrweise sind die Treiber und Herausforderungen mit denen sich die KWK im aktuellen Umfeld konfrontiert sieht. Betont wurde zudem die Rolle der KWK in der anstehenden Wärmewende. 

 

 

 Raphael Lechner, Geschäftsführer Kompetenzzentrum an der OTH Amberg-Weiden und Prof. Dr. René Hofmann, TU Wien, Bild: Bayern Innovativ

Der weitere Verlauf des Vormittags widmete sich mit Beiträgen zur Abgasqualität und innovativen Konzepten der Abwärmenutzung durch thermoelektrische Generatoren, der Frage, wie auf diese Anforderungen auch künftig reagiert werden kann.

Nach der Mittagspause stand die Diskussion ganz im Zeichen von Flexibilisierung, Visualisierung und Optimierung des Anlagenbetriebs. Interessante Beiträge über zukunftsweisende Anwendung in der Bereitstellung von Tieftemperatur-Kälte und in der kommunalen Wärmeversorgung schlossen die Reihe der hervorragenden Beiträge ab.

Die Feierliche Eröffnung des neu errichteten Technikums auf dem Campus der OTH, ein zukunftsweisendes Laborgebäude zur vertieften Forschung an KWK-Systemen, bildete den feierlichen

Rahmen für den Ausklang des Forums.

Fazit der Veranstaltung

Noch nie waren die Möglichkeiten aber auch die Herausforderungen der KWK so vielfältig wie im aktuellen Marktumfeld. Die Erschließung neuer Anwendungsfelder und die kontrolliert flexible Fahrweise der Anlagen sind Grundvoraussetzungen für den wirtschaftlichen Betrieb.

Neben der umfassenden Darstellung technischer Innovationen war das Forum eine ideale Plattform zum Erfahrungsaustausch und zur Anbahnung neuer Kooperationen. Die Gespräche wurden durch die Beiträge der Fachbesucher unseres Gastlandes Österreich und der kompetenten Aussteller massiv bereichert.

Weitere Informationen:
www.bayern-innovativ.de/kwk2016