Batteriehersteller Terrae plant Großfabrik in Deutschland

Die "TerraE Holding GmbH", ein neu gegründetes Unternehmen für Batteriezellen, plant den Bau einer Großfabrik in Deutschland.
nach Quelle: E&M PowerNews, 24. Mai 2017


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Bis 2028 sollen Fertigungskapazitäten von bis zu 34. Mio. kWh im Jahr aufgebaut werden. Mit verschiedenen Zellformaten sollen die Märkte Industrie und Elektromobilität bedient werden.Die Finanzierung soll durch industrielle Partner sowie Finanzinvestoren sichergestellt werden.
 
 Ein wichtiger Bestandteil des Fertigungsprozesses seien Ergebnisse aus dem Projekt "Giga-Lib" des Kompetenznetzwerks Lithium-Ionen-Batterien (Klib). Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Dem Klib gehören 45 Unternehmen und Institute an. Sechs von ihnen kooperieren nun mit Terrae: Thyssenkrupp, M+W, Manz, Litarion, BMZ und Streetscooter. Noch hinzukommen könnte Varta. Zusammen wollen die Partner zunächst 150 Mio. Euro aufbringen und anschließend in die konkrete Planung einsteigen. Als Großkunde soll Autobauer BMW im Gespräch sein.
 
Das BMBF fördert die Batterieforschung in Deutschland seit 2008 mit bislang rund 400 Mio. Euro. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) erklärte bei der Gründung von Terrae: "Die Gründung zeigt, was eine nachhaltige Innovationspolitik bewirken kann. Besonders erfreulich ist, dass durch gezielte Forschung und gute Kooperation mit der Wirtschaft die Grundlage für diese Firmengründung geschaffen wurde. Wir werden die exzellente Batterieforschung in Deutschland weiter unterstützen und damit Impulse für den Ausbau der industriellen Produktion geben."
 
Gründungsgesellschafter sind der Batteriemodul-Hersteller BMZ Holding, Ulrich Ehmes und Holger Gritzka, der bislang Manager beim Anlagenbauer Thyssenkrupp System Engineering war. Gritzka übernimmt die Geschäftsführung.
 
Autor: Jonas Rosenberger