Potential für Photovoltaik- und Speicherlösungen bei Gewerbekunden in Deutschland nicht ausgeschöpft - die Installateure sind gefordert

Erstmals wurde von EuPD Research, führendes Markt- und Wirtschaftsforschungs-Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien, eine Studie zu Photovoltaik-Gewerbekunden erstellt.
nach Quelle: Pressemitteilung EUPD, 16. November 2016

Die Studie gibt Einblick in den Kaufprozess und das Nutzungsverhalten von Gewerbekunden, die eine PV-Anlage betreiben. Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung sind Speicherlösungen für Photovoltaik.

Der Anteil der PV-Installationen im relevanten Segment von 30 bis 250 kWp an den Gesamtinstallationen beträgt in Deutschland seit Jahren um die 20 Prozent. Dennoch sind Gewerbekunden von Photovoltaik-Anlagen eine bislang kaum untersuchte Kundengruppe. Hier knüpft der aktuell erschienene „Gewerbe Monitor“ von EuPD Research an: 207 Unternehmen, die eine Photovoltaik-Anlage betreiben, wurden zu den Themen Kaufprozess, Nutzungsverhalten und Speicherlösungen befragt. Die Ergebnisse werden für verschiedene Fragestellungen nach Installationszeitraum und Branche differenziert dargestellt.

Der wesentliche Schritt zur Konkretisierung der Planung einer PV-Anlage ist das Gespräch mit einem Installateur. Die Erhebung zeigt, dass sich der Erstkontakt mit dem Installateur über die erfassten Installationszeiträume sehr unterschiedlich darstellt. Nur 5 Prozent der Unternehmen, die ihre PV-Anlage bis einschließlich 2011 installiert haben, wurden unaufgefordert von einem Installateur kontaktiert. Dem gegenüber wurden 17 Prozent der Unternehmen, die zwischen Mitte 2014 und 2016 installierten, aus der Initiative des Installateurs heraus angesprochen.

„Dieser Umstand hängt sicherlich auch damit zusammen, dass das Geschäft mit der Photovoltaik in Deutschland kein Selbstläufer mehr ist. Installateure müssen gezielt auf Unternehmen zugehen und diese mit fundierten Argumenten von den Vorteilen einer PV-Anlage überzeugen“, erklärt Dr. Martin Ammon, Leiter Energiewirtschaft bei EuPD Research. „Da die Einspeisung nach EEG an Bedeutung verliert, muss das Thema Eigenverbrauch in den Fokus gerückt und verständlich dargestellt werden. Gewerbekunden sollten in diesem Zusammenhang auch über Speicherlösungen informiert werden“, so Ammon. Nur knapp ein Drittel der befragten Unternehmen gab an, dass der Installateur aktiv auf sie zugekommen ist, um hinsichtlich Batteriespeicher zu beraten. Den Wunsch einer Beratung über Speicherlösungen äußerte knapp ein Viertel der Unternehmen, die nicht von ihrem Installateur auf das Thema angesprochen wurden. An dieser Stelle kann demnach noch ein deutliches Potential ausgeschöpft werden.


Weitere Informationen:
http://www.eupd-research.com/index.php?id=11