Milliardenmarkt für neue Dienstleistungen

Höhere Erlöspotenziale für Mieterstrom als für Batteriespeicherverkauf und Elektromobilitätsservices zeigt eine Untersuchung über den Markt für neue Energiedienstleistungen.
nach Quelle: E&M powernews, 05.02.2018

Der Energiewirtschaft sucht in sektorenübergreifenden Dienstleistungen mit Mieterstrom, Batteriespeichern und Elektromobilität neue Erlösmöglichkeiten. Sie sollen Stadtwerken über Einbußen im Commodity-Geschäft hinweghelfen. Die Dienstleistungen seien von großer Bedeutung für Energieversorger, heißt es in einer neuen Studie der Beratungsunternehmen Ernst & Young (E&Y) und EWI Energy Research & Scenarios.

Die Untersuchung liefert Abschätzungen der theoretisch möglichen Marktpotenziale für die drei genannten neuen Dienstleistungen in den nächsten fünf Jahren. Für Mieterstromangebote wird das Potenzial auf maximal 6,1 Mrd. Euro für ganz Deutschland, davon allein 1,2 Mrd. Euro in Nordrhein-Westfalen und 750 Mio. Euro in Bayern, beziffert.

Deutlich weniger Potenzial, nämlich 500 Mio. Euro für Gesamtdeutschland (NRW: 87 Mio. Euro; Bayern: 170 Mio. Euro), sehen die Berater für den Verkauf von Batteriespeichen an Besitzer von Gebäuden mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach.

Im Bereich der Elektromobilität unterscheidet die Untersuchung zwischen zwei Erlösmöglichkeiten. Für die Lieferung von Ladestrom für 1 Mio. Elektrofahrzeuge haben die Berater von E&Y und EWI ein Erlöspotenzial von deutschlandweit 4,1 Mrd. Euro (NRW: 868 Mio. Euro; Bayern 678 Mio. Euro) errechnet.

Das Potenzial für die Errichtung privater Lademöglichkeiten für Elektroautos wird mit insgesamt 1 Mrd. Euro (NRW: 214 Mio. Euro); Bayern 167 Mio. Euro) angegeben. Das Marktpotenzial für Elektromobilitätsdienstleistungen summiert sich auf 5,1 Mrd. Euro, bleibt aber hinter den Erlösmöglichkeiten für Mieterstrom zurück.

Autor: Peter Focht