Förderung für kommunale Klimaschutz-Modellprojekte

Das Bundesumweltministerium (BMUB) fördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative sieben weitere kommunale Klimaschutz-Modellprojekte.
nach Quelle: E&M PowerNews, 20. Dezember 2017
Die Förderbescheide über insgesamt rund 7,5 Mio. Euro gehen an die Städtischen Seniorenheime Dortmund/BETREM Emscherbrennstoffe GmbH (Verbundprojekt), die Wärmeversorgung Offenburg GmbH, die Stadtwerke Neumarkt in der Oberpfalz, die Stadt Braunschweig, die Landeshauptstadt Dresden sowie an die Protestantischen Kirchengemeinden Hambach und Neuhofen.
Die sieben Projekte im Einzelnen:
In Dortmund ist die Errichtung einer Anlage zur Nutzung von Abwasserwärme am städtischen Seniorenwohnsitz Westholz geplant.
In Offenburg soll eine kommunale Wärmeplattform zur Integration verschiedener regenerativer Energieträger und -erzeuger zur Wärmeversorgung des Stadtkerns errichtet werden.
In Neumarkt in der Oberpfalz will man in einem Wasserwerk ein energieeffizientes Hosting-Rechenzentrum errichten. Hier soll die kalte Luft einer Wasseraufbereitungsanlage zur Kühlung genutzt werden, um so den Energieverbrauch des Rechenzentrums erheblich zu senken.
In Braunschweig ist unter anderem geplant, auf 15 ha städtischer Fläche „Energiewälder“ anzulegen und zusätzlich Hunderte neuer Stadtbäume zu pflanzen. Damit wird CO2 aus der Atmosphäre gebunden und auch ein Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel geleistet.
Dresden hat vor, seine Logistik emissionsfrei zu machen. Zudem sollen durch eine effiziente Fernwärmeversorgung Treibhausgas- und Feinstaubemissionen gemindert werden.
Die Protestantischen Kirchengemeinden Hambach und Neuhofen planen innovative Nahwärmenetze, die zusätzlich mit Energieeffizienzmaßnahmen an teilweise denkmalgeschützten Gebäude-Ensemblen kombiniert werden sollen.
Insgesamt sind damit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative bisher bundesweit 30 Modellprojekte mit einem Fördervolumen von rund 75 Mio. Euro bewilligt worden. Ab dem 1. Januar 2018 startet eine neue Runde des Förderaufrufs. Interessierte Kommunen, kommunale Unternehmen oder Verbünde können vom 1. Januar bis zum 15. April 2018 ihre Skizzen für neue Projektideen einreichen.
 
Autorin: Angeilika Nikionok-Ehrlich