Dickes solares Plus bei der Direktvermarktung

Bei der Direktvermarktung von Strom aus EEG-Anlagen ist endlich die 60 000-MW-Marke übersprungen worden.
nach Quelle: E&M PowerNews, 9. Januar 2017

Mit Beginn des neuen Jahres ist bei der der Direktvermarktung von Strom aus EEG-Anlagen nach dem Marktprämienmodell endlich die 60 000-MW-Marke geknackt worden. Für den Januar haben die vier Übertragungsnetzbetreiber Tennet, 50Hertz, Amprion und TransnetBW in ihrer gemeinsamen Pflichtmitteilung ein Plus von immerhin 1 377 MW im Vergleich zum Vormonat gemeldet, womit das Gesamtportfolio nun bereits 60 949 MW umfasst.

Kuriosität am Rande: Mit rund 1 050 MW entfällt das Gros des Zuwachses allein auf die Photovoltaik, von der hierzulande nun 9 292 MW direkt vermarktet werden. Das dürfte zum einen auf einigen zum Jahresende vollzogenen Nachmeldungen basieren. Zum anderen dürfte einige solare Freiflächenanlagen, deren Betreiber den Zuschlag für die Projekte in den zurückliegenden Ausschreibungsrunden erhalten haben, ans Netz gegangen sein.

Ansonsten gibt es keine Überraschungen bei den jüngsten Zahlen der Übertragungsnetzbetreiber. Sowohl bei Windkraft an Land als auch bei der Biomasse hält sich die Zahl neu gemeldeter Anlagen für die Direktvermarktung in Grenzen.

Weiterhin keine Rolle bei der Direktvermarktung spielt als Alternative die sogenannte „Sonstige Direktvermarktung“. Für diese Option beträgt die gemeldete Leistung für Januar wie im Dezember lediglich 165 MW, wovon das Gros auf die Wasserkraft entfällt.

Autor: Ralf Köpke