Tesla plant netzunabhängige Ladestationen

US-Autobauer Tesla hat angekündigt, nahezu alle unternehmenseigene Ladestationen netzautark zu gestalten. Möglich soll das eine PV-Anlagen-Batteriespeicher-Kombination machen.
nach Quelle: E&M PowerNews, 13. Juni 2017
Die als „Supercharger“ betitelten Ladestationen von Tesla würden über die Nachrüstung unabhängig vom Stromnetz werden. Bereits seit der Ankündigung des eigenen Ladenetzes 2012 war eine Verbindung mit Solaranlagen und Batteriespeichern im Gespräch. Allerdings wurden bislang lediglich ein halbes Dutzend der mehr als 800 Ladepunkte mit der Technik ausgestattet. Mit der kurz vor der Einführung stehenden dritten Version des Superchargers soll die Entwicklung beschleunigt werden. Tesla plant außerdem, in Kooperation mit Panasonic selbst in die Produktion von Solarpanelen einzusteigen.
 
Verdoppelung der Ladesäulen bis Jahresende
 
Dass die Umrüstung nach und nach nun „fast alle“ Stationen betreffen werde, gab Unternehmenschef Elon Musk über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Die Ankündigung kam als Antwort auf die Aussage eines anderen Nutzers, dass Tesla Strom aus Kohlekraftwerken nutze. Das Unternehmen hatte vor kurzem angekündigt, sein Ladenetzwerk bis Ende 2017 auf 10 000 Supercharger zu verdoppeln. Teil der Offensive soll ein Ausbau an zentralen Stromtankstellen mit je 50 bis 100 Ladesäulen sein. In Deutschland betreibt Tesla derzeit 57 Ladestationen.
 
Autor: Jonas Rosenberger