MVV Energie und BayWa r.e. nehmen in Barby ihre zweite gemeinsame Biomethananlage in Betrieb

Die Anlage in Barby (Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt) ist eine der modernsten Produktionsstätten ihrer Art.
nach Quelle: Pressinformation BayWa r.e., MVV Energie AG, 2. November 2015

„Biomethan kann ein wichtiger Baustein der Energiewende sein“, betont Dr. Hansjörg Roll, Vorstandsmitglied der MVV Energie AG. Dazu sprach er sich dafür aus, Strom, der aus Biomethan in Blockheizkraftwerken gewonnen wird, auch weiterhin aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu fördern: „Biomethan ist flexibel einsetzbar. Es kann in die vorhandene Erdgas-Infrastruktur eingespeist und jederzeit überall zur Erzeugung von Wärme und Strom entnommen werden.“ MVV Energie nutze zudem ihre Beteiligungen an insgesamt vier Biomethananlagen in der Magdeburger Börde, um Synergien bei Substratbeschaffung und Betrieb zu heben. „Dabei stellt der Einbezug von Landwirten vor Ort als Substratlieferanten für uns einen wichtiger Beitrag zur regionalen Wertschöpfung dar“, so Matthias Taft, Energievorstand der BayWa AG. Die Biomethananlage in Barby kann einen breiten Mix verschiedener Einsatzstoffe verwerten und trägt so dazu bei, Monokulturen zu vermeiden.

Die neue Biogasanlage in Barby: Rund 60.000 Tonnen Substrat von mehr als 20 landwirtschaftlichen Betrieben in der Region werden pro Jahr in den Tanks vergoren.
Bild: MVV

Bei dem Vergärungsprozess entsteht Biogas, das in der Anlage zu Biomethan in Erdgasqualität weiterverarbeitet wird. Wird die in Barby erzeugte Gasmenge in kleinen, effizienten Blockheizkraftwerken genutzt, entsteht genug Ökostrom für 6.000 Familien. Zusätzlich können 1.200 Haushalte ihren Wärmebedarf decken. Langfristiger Partner für Abnahme und Vermarktung des erzeugten Bioerdgases ist die Münchener bmp greengas GmbH.

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