Effizientere Bewässerungsmethoden bei der Baumwollproduktion

nach Quelle: Pressemitteilung Bremer Baumwollbörse, "Baumwollproduktion: Effiziente Bewässerungsmethoden reduzieren Wasserverbrauch", 03. Februar 2017

In rund 80 Ländern der Welt und auf etwa 33 Millionen Hektar wird Baumwolle angebaut. Nach Getreide und Sojabohnen ist es einer der wichtigsten Ernteerträge. Beim Anbau von Baumwolle hat man schon vor Jahren begonnen, die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Baumwolle hält es gut in Trockenen und Heißen Gebieten aus und wird deshalb auch dort angebaut. Wasser benötigen die Pflanzen nur in der Aufzuchtphase. So benötigt die Baumwollproduktion nur drei Prozent des von der gesamten Agrarwirtschaft benötigte Wasser. Rund 40 Prozent des Anbaus kommt allein mit Regenwasser zurecht. Bei der künstlichen Bewässerung kommen mittlerweile häufig computergesteuerte Bewässerungssysteme zum Einsatz, Tröpfchenbewässerung im Untergrund oder bedarfsabhängige Furchenbewässerung. So werden Wasserverluste durch Verdunstung vermieden und die Bodenfeuchtigkeit wird durch geringe Bodenbearbeitung und Mulchen konserviert. Dadurch konnte in den letzten 20 Jahren die amerikanischen Baumwollbauern die Effizienz des Wasserverbrauchs bei künstlicher Bewässerung um etwa 80 Prozent steigern. In Israel nutzen Farmer zu 75 Prozent  geklärtes und wiederaufbereitetes Wasser aus Wasserspeichern und konnten den Wasserverbrauch im Baumwollanbau um 30 Prozent mindern.