Schweiz und EU wollen CO2-Handel verbinden

Die Schweiz plant, ihren nationalen Emissionshandel an den der Europäischen Union zu koppeln.
nach Quelle: E&M PowerNews, 18. August 2017


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Die Emissionshandelssysteme der EU und der Schweiz sollen verknüpft werden. Das teilt die EU-Kommission mit, nachdem sie Vorschlägen für ein Abkommen zwischen beiden Seiten nun zugestimmt hat. Durch die Verknüpfung der beiden Systeme wird es Teilnehmern des EU-Emissionshandelssystem möglich sein, auf Schweizer Zertifikate zuzugreifen und mit ihnen zu handeln. Umgekehrt erhalten Unternehmen in der Schweiz Zugang zu EU-Zertifikaten. So sollen Kosten gesenkt und die Emissionsreduktion vorangetrieben werden.
Der Vereinbarung vorausgegangen waren mehrere Verhandlungsjahre zwischen beiden Seiten. Die wesentlichen Punkte waren bereits Anfang des Jahres 2016 geklärt, dann ruhte der Prozess jedoch vorerst aufgrund des Schweizer Energiereferendums. Erste Versuche zur Kopplung beider Systeme gab es bereits 2010. Es ist die erste Emissionshandel-Verbindung mit einem Nicht-EU-Staat. Zur Umsetzung muss das EU-Parlament noch zustimmen. Noch 2017 könnte das Abkommen unterzeichnet werden, eine vollständige Umsetzung wird jedoch frühestens 2019 erwartet. 
 
Autor: Jonas Rosenberger