43 Windräder in diesem Jahr

Die bayerische 10-H-Regelung hat im Freistaat zu einem deutlichen Rückgang beim Ausbau der Windenergie geführt.
nach Quelle: E&M PowerNews, 25. November 2016

Die aktuellen Zubau- und Genehmigungszahlen bei Windrädern in Bayern gehen aus einer Antwort von Staatssekretär Franz Josef Pschierer aus dem Wirtschaftsministerium auf eine Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion hervor. Demnach wurden in den ersten drei Quartalen 2016 insgesamt 43 Windenergieanlagen in Bayern neu beantragt.

Seit in Kraft treten der 10-H-Regelung im November 2014 wurden laut den Zahlen des Ministeriums im Freistaat insgesamt 120 Windräder genehmigt. Im Zeitraum vom 1. April bis zum 30. September 2016 wurden 30 Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 88,8 MW genehmigt. Ans Netz angeschlossen wurden von April bis einschließlich September in diesem Jahr 58 Windpropeller.

„Die 10-H-Abstandsregel für Windkraftanlagen muss dringend gelockert werden. Sie wirkt wie ein Bremsfallschirm auf den Ausbau der Erneuerbaren in Bayern“, fordert daher der energiepolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Martin Stümpfig. Seit Inkrafttreten der 10-H-Regelung seien nur fünf Windpark-Projekte mithilfe des neu eingeführten Instruments der Ausnahmeregelung (Bebauungsplan gemäß 10-H-Regelung) auf den Weg gebracht werden. Für Stümpfig ist damit klar, dass diese Ausnahmeregelung so gut wie nicht greift in Bayern. Stümpfig: „Unter diesen Bedingungen ist keine bayerische Energiewende möglich. Selbst von ihren eigenen, mageren Ziele muss sich die CSU-Regierung verabschieden.“

Laut dem Bundesverband Windenergie (BWE) lag der Zubau in Bayern 2015 noch bei 372 MW, im Jahr 2014 bei 410 MW. Mit rund 1 900 MW installierter Gesamtleistung trägt die Windenergie derzeit rund zwei Prozent zur Stromerzeugung in Bayern bei.

Autor: Heidi Roider

Weitere Informationen:
http://www.gruene-fraktion-bayern.de/sites/default/files/16-11-23_san_windkraft_bayern.pdf
(PDF, 140 KB)