Energieverbrauch der Industrie gestiegen

Nach Erkenntnissen des Statistischen Bundesamts ist Erdgas der für den Energieverbrauch der Industrie in Deutschland bedeutendste Energieträger.
nach Quelle: E&M PowerNews, 13. November 2017
Im Jahr 2016 betrug der Energieverbrauch der deutschen Industrie nach Angaben des Statistischen Bundesamts 4 071 Petajoule. Dies entspricht rund 1,13 Billionen kWh. Im Vergleich zu 2015 bedeutet dies ein Anstieg von 15 Mrd. kWh.
Im vergangenen Jahr war Erdgas der bedeutendste Energieträger für die Industrie (28 %). Danach folgen Strom mit etwa 21 % sowie Mineralöle und Mineralölprodukte mit einem Anteil von knapp 18 % am Energieverbrauch.
Im Branchenvergleich lag 2016 die Chemische Industrie mit einem Anteil von 29 % am Energieverbrauch der Industrie an erster Stelle. Die Metallerzeugung und –verarbeitung kommt auf 23 %, vor den Kokereien und den Mineralöl verarbeitenden Betrieben mit zusammen 10 %.
Allerdings weist das Statistische Bundesamt darauf hin, dass der rein energetische Verbrauch der Industrie, also der Einsatz von Energieträgern zur Strom- und Wärmeerzeugung, im Jahr 2016 insgesamt 3 522 Petajoule (978 Mrd. kWh) betrug. Im Vergleich zum Jahr 2008 bedeutet dies einen Rückgang um rund 2,1 %. Während beispielsweise für den Maschinenbau in diesem Zeitraum ein Rückgang des energetischen Verbrauchs um 17,0 % zu Buche steht und auch die Metallerzeugung mit weniger Energie auskam (- 3,6 %), verzeichnet die Chemische Industrie einen um 11,5 % höheren Verbrauch.

Autor: Fritz Wilhelm