Irsching und Staudinger 4 bleiben systemrelevant

Die Bundesnetzagentur hat die Systemrelevanz der beiden Kraftwerksblöcke Irsching 3 und Staudinger 4 bestätigt. Demnach könnten die Anlagen bis Mai 2020 am Netz bleiben.
nach Quelle: E&M PowerNews, 20. Oktober 2017
In zwei Schreiben an den betroffenen Übertragungsnetzbetreiber Tennet TSO GmbH hat die Bonner Behörde im vergangenen September die Anträge auf Genehmigung der Systemrelevanzausweisung der beiden Kraftwerksblöcke positiv beschieden. Wie es in den Schreiben heißt, wurden die Anträge jeweils beginnend mit dem 3. Mai 2018 "bis zum Ablauf von zwölf Monaten ab dem Tag der Inbetriebnahme des Engpassmanagements zwischen Deutschland und Österreich genehmigt, längstens jedoch bis zum Ablauf des 4. Mai 2020."
Der Kraftwerksbetreiber Uniper (ehemals Eon Kraftwerke) hatte schon im Mai 2013 angekündigt, Irsching 3 stilllegen zu wollen. Bereits Ende 2012 hatte das Unternehmen bekanntgegeben, Staudinger 4 von der Teilnahme am Strommarkt abzumelden. Auch andere Blöcke sollten angesichts der schlechten Wettbewerbsbedingungen für konventionelle Kraftwerke stillgelegt werden, doch auch hier scheiterte Uniper mit den entsprechenden Anträgen bei der Bundesnetzagentur. So wollte das Unternehmen die Einheiten Irsching 4 und 5 bei Ingolstadt endgültig abschalten, doch da die Bonner Behörde auch hier eine Systemrelevanz vorhanden sah, müssen die Blöcke noch mindestens bis April 2019 am Netz bleiben.
 
Autor: Andreas Kögler