Forderungskatalog für die Wärmewende

Die Gebäude-Allianz, ein Zusammenschluss von Umwelt-, Verbraucher- und Energieverbänden, hat Vorschläge für eine wirksame energetische Gebäudesanierung in Deutschland vorgelegt.
nach Quelle: E&M PowerNews, 18. August 2017


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Rechtzeitig zur Bundestagswahl hat die Gebäude-Allianz in einem Thesenpapier dargelegt, wie ihrer Ansicht nach die energetische Gebäudesanierung in den nächsten Jahren wirkungsvoll vorangebracht werden kann.
Die energie- und klimapolitischen Ziele seien bekannt, doch es fehle an einer konsistenten Gesetzgebung, an ausreichender finanzieller Ausstattung und an wirtschaftlichen Anreizen, so die Analyse. Außerdem verhinderten eine ungerechte Kosten-Nutzen-Verteilung zwischen Staat, Vermietern und Mietern Sanierungsfortschritte.
Um voranzukommen, schlägt die Allianz vor, quartierbezogene Sanierungskonzepte stärker in den Vordergrund zu stellen, mehr Transparenz bei der energetischen Bewertung von Gebäuden zu schaffen, eine Beratungsoffensive für Investoren und Hauseigentümer zu initiieren, auf einen Sanierungszwang zu verzichten und stattdessen Anreize für Investitionen zu stärken sowie die finanzielle Förderung zielgerichteter auszugestalten.
Vorzeitiges Handeln sollte belohnt, wirtschaftliche und soziale Härten sollten aufgefangen werden. Hauseigentümer, die ihr Gebäude deutlich besser als zum jeweiligen Zeitpunkt gesetzlich gefordert modernisieren, sollten zusätzliche Förderung eingeräumt werden.
Aus Sicht der Verbände ergänzten sich die genannten Bausteine zu einer konsistenten Strategie für die energetische Sanierung des Gebäudebestandes auf ein klimaneutrales Niveau. Mit Priorität müsse zu Beginn der neuen Legislaturperiode ein Gebäudeenergiegesetz (GEG) verabschiedet werden, das der Wärmewende einen verlässlichen politischen Rahmen gibt.
Der Gebäude-Allianz gehören neben Umwelt- und Mieterverbänden, Gewerkschaften und Handwerksorganisationen auch der Gaswirtschaftsverband ASUE, der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) und der Bundesverband der Energieagenturen (EA) an. 
 
Autor: Peter Focht