Internationales One-on-One Forum Automobilzulieferer

150 Teilnehmer aus 23 Ländern mit knapp 500 Meetings
nach Quelle: Bayern Innovativ GmbH
  • 150 Teilnehmer aus 23 Ländern mit knapp 500 Meetings
  • Impulsreferate von BMW und Bosch, Hauptpartner der Industrie
  • Außenwirtschaft Österreich und EU-Netzwerk ENEVATE erstmalig Partner


Die Automobilindustrie hat die globale Wirtschaftskrise voll überwunden, ist wieder auf dem Niveau von vor 2008 mit der Prognose auf weiteres Wachstum. Dafür sprechen voll ausgelastete Produktionslinien, Rekordabsatzzahlen in zahlreichen Segmenten und eine große Vielfalt neuer Entwicklungen und Concept-Cars, vorgestellt auf der IAA in Frankfurt vom 13. bis 25. September 2011.
Schon traditionell findet im Anschluss an die IAA das zweitägige One-on-One der Bayern Innovativ GmbH am Bodensee statt, mit dem VDA, Veranstalter der IAA, als langjährigem Partner. Zielsetzung ist es, für die Zulieferer neue Chancen zu eröffnen - in den Wertschöpfungsketten der sich abzeichnenden neuen Modellreihen, für den Zugang in Marktregionen oder für neue Entwicklungen der kommenden Jahre.

Vor diesem Hintergrund fand das 13. Internationale BAIKA One-on-One Matchmaking-Forum am 26./27. September 2011, dieses Mal im Schloss Montfort in Langenargen statt. Neben dem VDA waren erstmals als Partner eingebunden Advantage Austria von der Außenwirtschaft Österreich und ENEVATE, das European Network of Electric Vehicles and Transferring Expertise, an dem Bayern Innovativ mitarbeitet. Das Forum erfuhr umfassende Unterstützung vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie sowie über die europäische Union.
Mit dem nachhaltigen Aufschwung und den großen Zukunftsaufgaben erhält auch die Innovationsdynamik weiteren Schub. Technologische Neuerungen werden hierfür insbesondere in Kooperationen realisiert. Netzwerke und Cluster ermöglichen wesentliche Impulse und zielgerichtete Kontakte für neue geschäftsgetriebene Kooperationen sowie Entwicklungen; sie sind daher von unschätzbarem Wert für zukünftige Wertschöpfungsketten in der Automobilindustrie.

Rund 150 Teilnehmer von 100 Unternehmen und Instituten aus 23 Ländern kamen an den Bodensee. Für diese wurden über ein spezielles Online-Portal knapp 500 Business-Meetings vorab organisiert, entsprechend der individuellen Interessen. 20 Prozent der Teilnehmer kamen aus Bayern, 60 Prozent aus dem internationalen Umfeld, vor allem aus West- und Osteuropa, aber auch aus Nordamerika und aus Asien.

Besondere Impulse setzten die Referate des zweiten Tages über Netzwerke, Trends, Chancen und Anforderungen in der Automobilindustrie.
Prof. Josef Nassauer, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH und Sprecher des Clusters Automotive, unterstrich zu Beginn aus langjähriger Netzwerkerfahrung die Bedeutung technologischer Innovationen für den nachhaltigen Unternehmenserfolg im globalen Wettbewerb der Automobilindustrie. Er hob in diesem Zusammenhang zentrale Innovationsfelder wie die weitere Optimierung des Verbrennungsmotors, die Elektromobilität, die Batterietechnologie, die Industrialisierung von Biopolymeren, den Leichtbau bis hin zu Graphen als einer neuen Materialkomponente mit faszinierenden Eigenschaften für metallische Legierungen hervor. Neben der Dynamik in Technologien und Märkten führen auch neue Partnerschaften zwischen OEMs, aber auch mit Tier 1- Zulieferern zu Veränderungen in den Wertschöpfungsketten mit Auswirkungen auf die Zulieferketten und damit neue Chancen. Das One-on-One ist dabei nicht ein alleinstehendes Ereignis, sondern eine der zahlreichen Aktivitäten in BAIKA und im Cluster Automotive, um gezielt Firmen, aber auch Institute für neue Kooperationen zusammenzuführen. Die bayerische Automobilindustrie ist hier sehr gut aufgestellt und kann auf eine hervorragende Forschungsinfrastruktur zurückgreifen. Die Tatsache, dass 20 von 30 Top-Patentanmeldern ihren Hauptsitz in Bayern haben, unterstreicht diese starke Position.

Die Bedeutung von Innovationen für das Bestehen im globalen Wettbewerb hob Gregor Kovacic, Purchasing & Supplier Network, Sourcing Processes der BMW Group hervor. Der globale Wandel in der Automobilindustrie sei gekennzeichnet durch eine starke Dynamik in verschiedenen Märkten und zahlreichen Technologien. In diesem dynamischen Umfeld entstünden immer wieder vollkommen neue, globale Netzwerke für den Einkauf und damit auch für neue Zulieferer. Chancen ergäben sich insbesondere in den Feldern Downsizing von Verbrennungsmotoren, in der Elektromobilität und dem Leichtbau mit Neuen Materialien wie faserverstärkten Kunststoffen. Dies sind interessante Perspektiven bei einem Lebenszyklus der Modelle von ungefähr sieben Jahren. Generell bestehen hohe Erwartungen an die Zulieferer bezüglich Innovationskraft, Effizienz, Qualität und Liefertreue. Zulieferer können einen Erstkontakt zu BMW über ein entsprechendes Internet-Portal aufbauen. Am vorteilhaftesten ist natürlich der persönliche Kontakt. Deshalb schätzt BMW die Plattformen von BAIKA und Cluster Automotive sehr, die mit einem konzentrierten Kreis von Teilnehmern wertvolle Möglichkeiten für neue Kooperationen eröffnen, so Kovacic.

Die Themen Innovation und Partnerschaften haben bei der Robert Bosch GmbH höchste Priorität. Zulieferer haben generell eigentlich nur zwei Optionen für Erfolg: Innovationsführerschaft oder Preisführerschaft. Bosch hat sich klar für die Strategie „Innovationsführerschaft" entschieden. Im Durchschnitt 15 Patente pro Arbeitstag und ein Investment von 30 Milliarden Euro in Forschung & Entwicklung in den letzten zehn Jahren sprechen für sich. Daraus folgt eine stete Suche nach neuen, bestmöglichen Partnern. „Dies ist auch der Grund für unsere umfangreiche Präsenz hier in Langenargen", führte Dr. Norbert Neumann, Vice President Corporate Sector Purchasing and Logistic Automotive Business aus. Um den steigenden Anforderungen des Wettbewerbs wie zunehmende Modellvielfalt, verkürzte Entwicklungszeiten, noch höhere Flexibilität und Effizienz gerecht zu werden, seien Kooperationen mit innovativen Zulieferunternehmen unerlässlich. Besondere Chancen bestehen bezüglich Antriebsstrang, Sicherheitssystemen sowie für Anbieter chemischer und keramischer Produkte. „In diesem dynamischen Umfeld ist das BAIKA One-on-One eine äußerst wertvolle Möglichkeit, mit minimalem Aufwand das Portfolio unserer Lieferanten weiter zu entwickeln", sagte Dr. Neumann weiter.
Bosch, weltweit größter Zulieferer, war der große Industriepartner für dieses One-on-One in Langenargen. Mit der Präsenz von drei Einkaufsbereichen wurden insgesamt knapp 100 Gesprächsangebote bearbeitet.
Das Ambiente im Schloss verbunden mit herrlichem Wetter und Bilderbuchpanorama schuf eine perfekte Atmosphäre für vertiefende Gespräche.
Beim traditionellen Abendevent mit Schifffahrt auf dem Bodensee, anschließendem Abendessen und Besichtigung des Zeppelinmuseums in Friedrichshafen wurde das intensive Networking mit zahlreichen am Nachmittag initiierten ad-hoc-Meetings fortgesetzt.

 

 

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