Mehr als die Hälfte der Ölheizer nutzt erneuerbare Energien

Mehr als jede vierte Heizung in Deutschland, genauer 28 Prozent der bundesweit installierten Heizungen, ist eine Ölheizung.
nach Quelle: IWO/Presseportal, 6. Januar 2016

 

Was die Besitzer von ihrem Heizsystem halten, zeigt eine repräsentative GfK-Umfrage unter 1.080 Ölheizungsbetreibern in ganz Deutschland, die im Auftrag des Institutes für Wärme und Oeltechnik e.V. (IWO) im Oktober 2015 durchgeführt wurde. Danach sind 94 Prozent der Betreiber einer Öl-Zentralheizung zufrieden oder sehr zufrieden mit diesem Heizsystem. Gefragt nach einzelnen Aspekten ihrer Heizung schätzen Ölheizer vor allem die freie Wahl des Brennstofflieferanten (88 Prozent). Bei rund 87 Prozent der Befragten sorgen die Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer der Anlagentechnik sowie die Brennstoffbevorratung im eigenen Tank für Zufriedenheit. 

Allein die Modernisierung von rund 400.000 Gas- und Ölheizungen in 2015 senkt die CO2-Emissionen um rund 800.000 Tonnen jährlich. Bild: IWO

Bemerkenswert ist der hohe Anteil von Ölheizungsbetreibern, die neben Heizöl bereits erneuerbare Energien einsetzen. 52,7 Prozent der von der GfK Befragten tun dies. Sie nutzen zusätzlich vor allem Holz oder Sonnenenergie und können so ihren Heizölverbrauch zusätzlich reduzieren. Besonders Holzkaminöfen (40,4 Prozent) und Solarthermie für Warmwasser und Heizungsunterstützung (12,2 Prozent) tragen in diesen Häusern zur Wärmeversorgung bei. Bei den jüngst installierten Öl-Brennwertheizungen liegt der Anteil der eingebundenen Solarthermieanlagen noch einmal deutlich höher: Laut einer Umfrage des IWO unter Heizungshandwerkern wurden rund 29 Prozent der 2014 erneuerten Öl-Brennwertheizungen mit einer Solarthermieanlage verbunden.

Gestützt werden die Ergebnisse der GfK-Umfrage unter Ölheizungsbetreibern durch die Entwicklung des Heizungsmarktes. Während sich der Gesamtabsatz von Wärmeerzeugern 2015 im Vergleich zum Vorjahr nur um etwa vier Prozent steigerte, verzeichneten Öl-Brennwertheizungen ein Absatzplus von rund 30 Prozent. Die Heizungsmodernisierung mit Brennwerttechnik steigert die Energieeffizienz im Gebäudebereich und unterstützt das Erreichen der Klimaschutzziele. Mit dieser Sanierungsmaßnahme sinken der Heizölverbrauch und zugleich die CO2- Emissionen um bis zu 30 Prozent. Deshalb bezuschusst der Bund auch den Austausch veralteter Heizkessel durch Öl-Brennwerttechnik im Rahmen des Programms "Energieeffizient sanieren" der KfW-Förderbank.

Weitere Informationen:
www.zukunftsheizen.de/