Ladenetzwerk auf Blockchain-Basis

Das Start-up Motionwerk aus Essen ist am Aufbau eines Blockchain-Ladenetzwerks für Elektrofahrzeuge in Kalifornien beteiligt.
nach Quelle: E&M PowerNews, 12. Juli 2017


Bildquelle: Fotolia©Petair

Motionwerk hat eine Plattform entwickelt, die Fahrern von Elektroautos den Zugriff auf private oder kommerziell betriebene Ladestationen ermöglicht. Die Bezahlung des Ladevorgangs erfolgt auf Basis einer Blockchain. Unter dem Produktnamen „Share& Charge“ hat das Essener Start-up seine Technologie mit der Smart-Grid-Plattform des US-amerikanischen Anbieters „eMotorWerks“ verknüpft, die über die sogenannte Juice-Net-Technologie zur Stabilisierung und Optimierung des Betriebs von Verteilnetzen beiträgt.
Dementsprechend müssen die Ladestationen, die für das Netzwerk zur Verfügung gestellt werden sollen, mit der Juice-Net-Technologie ausgestattet und die Stationsbesitzer auf der Plattform von Motionwerk registriert sein. Weitere Voraussetzungen sind einer Mitteilung des Essener Jungunternehmens zufolge nicht zu erfüllen.
„Am aktuellen Markt ist die Verfügbarkeit öffentlicher Ladestationen noch immer eine Sorge potenzieller E-Mobilisten“, erklärt Dietrich Sümmermann, CEO von Share & Charge. Netzwerke unter Mitwirkung von Einzelpersonen, die ihre Stationen vermarkten, würden neue Ladeoptionen bieten. So will das Unternehmen nach eigenen Angaben zeigen, „wie einfach und effizient die Blockchain-Technologie das Teilen und Bezahlen gestalten kann“. Sümmermann ist sich sicher, dass auf diese Weise der E-Mobilität zu schnellerem Wachstum verholfen wird.
Über eine App kann sich jeder Nutzer alle verfügbaren Ladestationen auf einer Karte anzeigen lassen und zum nächsten Ladepunkt navigieren. Stationsbesitzer können über die gleiche App Zeiten auswählen, in denen sie ihre Anlage mit anderen teilen möchten. Den Preis können sie selbst bestimmen und mit den Nutzern direkt abrechnen.
Die App ist auch in Deutschland verfügbar und seit Ende April dieses Jahres hierzulande auf dem Markt.
Motionwerk wurde im Innogy Innovation Hub entwickelt und ist nun eine eigenständige Gesellschaft, an der Innogy als erster Kapitalgeber finanziell beteiligt ist. Der Energiekonzern ist auch mit seinen rund 1 000 Ladepunkten bislang der größte kommerzielle Anbieter von Ladestationen im Rahmen von Share & Charge.
 
Autor: Fritz Wilhelm