HelmholtzZentrum München - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH, Institut für Strahlenschutz


Arbeitsbereiche: Strahlenforschung, Strahlenschutz/-risiko, Radioökologie, Umweltphysik, Biophysik

Technologien / Forschung

HelmholtzZentrum München - Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit:  Forschung zum Schutz des Menschen und seiner Umwelt

Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm des HelmholtzZentrum - Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit dient der Lösung öffentlicher Aufgaben im Bereich der Umwelt- und Gesundheitsforschung.
Die Arbeiten sind dem Schutz des Menschen und seiner Umwelt vor schädigenden Einflüssen sowie der Nutzbarmachung naturwissenschaftlich-technischer Erkenntnisse zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung gewidmet.

Forschungsschwerpunkte des HelmholtzZentrum München:

  1. Expositions- und Prozeßanalysen in Umweltbereichen Erfassung von Ein- und Austrag, Transport, Umwandlung und Verbleib von Stoffen und Radionukliden. Entwicklung von nachhaltigen Konzepten für Produkte und Prozesse.

  2. Wirkungsketten in Ökosystemen Auswirkungen von Chemikalien (z. B. Xenobiotika), Gasen (z. B. Ozon) und Strahlung (z. B. UV-B) auf Stoffkreisläufe sowie auf Organismen in terrestrischen und aquatischen Systemen.

  3. Gefährdung und Belastbarkeit der Umwelt: Erfassung, Bewertung und Prognose von Kurz- und Langzeiteffekten mittels Studien im Labor und im Freiland sowie durch Um-weltsimulationen. Entwicklung von Schutzkonzepten für Menschen und Umwelt.

  4. Wirkungsmechanismen von Chemikalien und Strahlung in Zellen. Grundlagen zur Risiko- abschätzung: Interaktionen mit zellulären Bestandteilen und Zellsystemen. Metabolismus und Verteilung von Schadstoffen in Tieren und Pflanzen.

  5. Genomanalyse und Untersuchungen zur genetischen Disposition Erstellung und Charak- terisierung von Tiermodellen für menschliche Erbkrankheiten, Identifizierung, Klonierung und Funktionsanalyse neuer Gene; bioinformatische Verarbeitung von Sequenz- und Funktionsdaten.

  6. Einflüsse der Umwelt auf Differenzierung, Entwicklung und Kanzerogenese. Molekulare Grundlagen zur genetischen Kontrolle der Zellproliferation und-differenzierung in der Embryonal- und Tumorentwicklung.

  7. Gesundheitsrisiken durch interne und externe Exposition Ermittlung der Exposition durch Schadstoffe in der Umwelt und am Arbeitsplatz, einschließlich Aerosole und Allergene sowie Strahlung und die Bestimmung des daraus resultierenden Gesundheitsrisikos. Identifizierung, Quantifizierung und Bewertung akuter, genetischer und kanzerogener Schäden in Zellsystemen, Tiermodellen und im Menschen.

  8. Grundlagen zur Verbesserung von Diagnose- und Behandlungsstrategien Entwicklung und Anwendung molekularbiologischer, signal- und bildanalytischer Methoden auf Erkrankungen des Menschen, die durch Strahlung, Fremdstoffe oder Infektionen bedingt sind.

  9. Klinisch-experimentelle Forschung für Diagnose und Therapie Aufklärung von Mechanismen des Immunsystems und deren gezielte Modulation. Studien an Organsystemen (hämatopoetisches System, Lunge und Haut).

  10. Verbesserung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung. Beurteilung und Weiterentwicklung von Maßnahmen und Technologien im Gesundheits wesen mit epidemiologischen, sozioökonomischen und telematischen Verfahren. Bevölkerungsbezogene Gesundheitsforschung.

Arbeitsgruppen- und Themen:

  1. Radioökologie
    Die AG 1 führt vor allem experimentelle Untersuchungen zur Quantifizierung des Vorkommens und Verhaltens von Radionukliden in der Umwelt und zu deren Ausbreitung von der Emissionsquelle bis hin zum Menschen durch. Wenn notwendig werden dazu neue Analyseverfahren entwickelt. Diese Arbeiten werden zukünftig auch auf Schwermetalle und aquatische Ökosysteme ausgedehnt. Messung von Radionukliden in der Luft, ihrer Deposition und ihrer Resuspension Transport von Radionukliden innerhalb des Bodens und in den Bewuchs Untersuchungen zur Quantifizierung der Radon-Exposition in Wohnräumen, an Arbeitsplätzen und im Freien

  2. Medizinphysik
    Forschungsziele sind die Erfassung der externen medizinischen und internen Exposition des Menschen sowie die Verbesserung der Anwendung ionisierender Strahlung in der medizinischen Diagnostik und Therapie. Neben experimentellen Verfahren werden dazu realistische Menschenphantome sowie numerische Methoden zur Simulierung der Bestrahlung und Opti-mierung der Röntgentechnik bezüglich der Bildgüte und Patientenexposition entwickelt. Weiterhin wird die Biokinetik von Nukliden im Menschen untersucht. Verbesserung des Einsatzes ionisierender Strahlung in der Strahlentherapie Optimierung von Bildgüte, Bildverarbeitung und Patientenschutz in der Röntgendiagnostik Verbesserung von Modellen zur internen Dosimetrie

  3. Personendosimetrie
    Diese AG verbessert vor allem die Ermittlung von Personen- und Körperdosen im beruflichen Strahlenschutz. In der von der AG betriebenen Auswertungsstelle für Strahlendosimeter werden 130.000 beruflich strahlenexponierte Personen in 4 Bundesländern überwacht. Schwerpunkte der FE-Arbeiten sind die Entwicklung neuartiger aktiver und passiver Dosimetersysteme und der Aufbau einer Auswertungsstelle für Radon-Meßsysteme. Betrieb der Auswertungsstelle für Strahlendosimeter Forschung und Entwicklung für verbesserte dosimetrische Verfahren (z. B. aktive Dosimeter) Aufbau und zukünftiger Betrieb eines Radon-Meßdienstes und eines empfindlichen Ganzkörperzählers

  4. Risikoanalyse
    Im Vordergrund der FE-Arbeiten stehen Analysen der Risiken von Expositionen der Bevölkerung durch Radionuklide in der Umwelt. Dazu werden der Transport von Radionukliden durch die Nahrungskette und Auswirkungen expositionsmindernder Maßnahmen modelliert. Bereits aufgetretene Expositionen werden retrospektiv durch EPR von Zahnproben und mit stimulierter Lumineszenz mineralhaltiger Materialien abgeschätzt. Kanzerogene Wirkungen werden mit biophysikalischen und mathematischen Krebsentstehungsmodellen für unterschiedliche Strahlenarten und Dosisraten quantifiziert. Verbesserung radioökologischer Modelle Retrospektive Dosimetrie mittels EPR und TL/OSL Entwicklung von Strahlenwirkungs-Modellen

  5. Strahlenphysik
    Durch die FE-Arbeiten dieser AG soll der Einsatz von lonenstrahlen zur mikrochemischen und massenspezifischen Analyse von Probengemischen verbessert werden. Dabei werden vornehmlich zwei Verfahren eingesetzt, die protoneninduzierte Röntgenemission (PIXE) und die Sekundärionen-Massenspektrometrie (SIMS). Ab 1997 wird ein Atomkraftmikroskop (AFM) für hochaufgelöste Topographie-Untersuchungen zur Verfügung stehen. Umweltanalytik mittels PIXE, SIMS und Flugzeit-SIMS Charakterisierung topographischer und mechanischer Probeneigenschaften mittels AFM Entwicklung neuer lonenstrahlverfahren zur hochempfindlichen Umwelt-Analytik

  6. Fortbildung
    Durch Kurse und Informationsveranstaltungen vermittelt die AG 6 aktuelles Wissen zum Strahlen- und Umweltschutz an die verschiedensten Berufsgruppen, wie Ärzte, Lehrer, Umweltschutzingenieure und Angehörige des öffentlichen Dienstes. Die seit 1960 angebotenen Veranstaltungen wurden bisher von mehr als 100.000 Teilnehmern besucht. Kurse und Informationsveranstaltungen über Strahlenschutz und Umweltschutz.

Produkte / Dienstleistungen

Für Behörden und Verwaltung (Kommunal, Land Bayern, andere Bundesländer, Bund und International)

Mitarbeit in vielen Beratungsgremien (national + international)


Kooperationsmöglichkeiten

Projektpartner und Kooperationsthemen

  • Energiewissenschaftliche Forschungsinstitute

    ISS Zusammenarbeit:

    Die bereits seit Jahren laufende Zusammenarbeit mit der IAEA und der WHO wurde weitergeführt. Mitarbeiter des Instituts arbeiten ferner mit in Gremien der International Comission on Radiation Units and Measurements (ICRU), der International Comission on Radiological Protection (ICRRP), in Ausschüssen des Europarates, der International Organization for Stan-dardization (ISO), der International Electrotechnical Commission (IEC), der Commission of European Communities (CEC), der European Radiation Dosimetry Group (EURADOS), des European Late Effects Project (EULEP), der American Society of Testing and Materiels (ASTM), der Fachnormenausschüsse Radiologie (NAR) und Kerntechnik (Nke), in den Aus-schüssen für Radioökologie und für Strahlenschutztechnik bei der Strahlenschutzkommission (SSK), im Fachverband für Strahlenschutz (FS) und im Ausschuss Strahlenschutzmedizin beim Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaffen.

    Des weiteren bestand im Rahmen von EU-Projekten Zusammenarbeit mit etwa 90 wissenschaftlichen Einrichtungen und Universitäten im In- und Ausland.



Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten, Industriebetrieben und Ingenieurbüros

  • Suche

    Partner, die unsere Forschungsarbeiten nutzen können.


  • Biete

    Zusammenarbeit auf vielen Gebieten der Strahlenschutzforschung, Nanotechnologie, Medizinphysik, ....

Info

Fachliche Beratung von Ministerien (z.B. BMU, BMBF), Behörden (z.B. BfS), Verwaltun-gen, Industriefirmen, nationalen (z.B. SSK, DIN) und internationalen (z.B. ICRU, ICRP, OECD, IAEA, EU, IEC, ISO) Fachgremien, Medien etc. sowie der Bevölkerung in aktuellen Strahlenschutzfragen

Lehre und Fortbildung in eigenen Hörsälen (ca. 56 Kurse pro Jahr), an Universitäten und an anderen Schulungsstätten

Betrieb der amtlichen "Auswertungsstelle für Strahlendosimeter" für externe Bestrahlung (130 000 Dosimeter pro Monat)

DOSIMO - Dosimetrie Online: Der umfassende Strahlenschutz-Service der größten deutschen Personendosismeßstelle

Info: http://awst.gsf.de

Betrieb einer Auswertungsstelle für Radondosimeter Betrieb der Beschleuniger und Bestrahlungsanlagen der GSF sowie des lAEO/WHO-Sekundärstandard-Laboratoriums für Dosimetrie.


Besondere Meßeinrichtungen:

Meßplätze für Gamma- und Röntgenstrahlen-Spektrometrie, empfindliche Betastrahlen-Messungen und Alphateilchen-Spektrometrie; aktive und passive Meßgeräte für Radon- und Radonfolgeprodukte; Neutronenstrahlen- und Umgebungsstrahlen-Meßeinrichtungen (Dosimeter, Spektrometer)

Meßplätze für Lumineszenz-Festkörperdosimetrie und EPR-Spektrometrie

Inkorporationsmeßplatz (Whole-Body-Counter) und Lowest-Level-Gammaspektrometer

Massenspektrometer zur Bestimmung von Isotopenverhältnissen

Meßeinrichtungen zur Durchführung von ioneninduzierten Materialanalysen mittels PIXE, RBS, SIMS und TOF-SIMS

Säulenapparaturen zur Bestimmung der Migration von Radionukliden in Bodenmonolithen
Großflächensammler für nasse und trockene Deposition aus der Luft, Hochvolumen-Aerosol-Sammler und Impaktoren

 

Kontakt

HelmholtzZentrum München - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH, Institut für Strahlenschutz
Ingolstädter Landstraße 1
85764 Neuherberg
 
Prof. Dr. Ralf Zimmermann
Analytische Chemie
Tel.: +49 381-498-6460
Fax: +49 381-498-6461
 
Homepage:
www.helmholtz-muenchen.de