BHKW-Zubau im Fernwärmenetz

Bis zum Frühsommer 2017 bekommt die oberbayerische Gemeinde Peißenberg eine neue dezentrale und klimafreundliche Wärmeversorgung.
nach Quelle: E&M PowerNews, 21. März 2017

In das Modernisierungsprojekt, das die Heizzentrale und das Peißenberger Fernwärmenetz umfasst, investiert die Peißenberger Wärmegesellschaft (PWG) rund 5 Mio. Euro. Die PWG ist ein gemeinsames Unternehmen der Lechwerke AG und der Bayernwerk Natur GmbH.
 
Derzeit werden in Peißenberg rund 1000 Kunden – Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen – mit Wärme versorgt. Sie sind über ein etwa 22 km langes Fernwärmenetz mit der Heizzentrale verbunden. Diese und das Fernwärmenetz werden derzeit saniert.
 
Dazu hat man zwei alte Heizkraftwerke, die seit Mitte der 1980er Jahre in Betrieb waren, abgeschaltet. Die Anlagen haben nicht mehr dem Stand der Technik entsprochen und waren außerdem zu groß dimensioniert, gemessen am heutigen Wärmebedarf der Kunden.
 
Mehr Effizienz und weniger Emissionen
 
Ersetzt werden sie von zwei Heizkesseln mit je 8 MW Leistung, die Erdgas verfeuern. Diese werden ergänzt von einem neuen BHKW mit je 1,5 MW thermischer und elektrischer Leistung, das ebenfalls mit Erdgas betrieben wird. Die Projektdurchführung der Modernisierung übernahm der Bereich Energiedienstleistungen der Lechwerke AG.
 
Die Inbetriebnahme der beiden neuen Heizkessel ist für April geplant, das BHKW soll bis zum Frühsommer 2017 in Betrieb sein und dann Strom und Wärme liefern. Während die Wärme über die Fernwärmeleitungen direkt an die Haushalte in Peißenberg geliefert wird, speist die PWG den im BHKW erzeugten Strom in das öffentliche Netz ein. Während der Bauphase stellten eine mobile Wärmeversorgung und einer der alten Bestands-Heizkessel die Wärmeversorgung sicher.
 
Durch die Modernisierung steigen Wirtschaftlichkeit und Effizienz der Anlage: BHKW und Heizkessel sind auf den aktuellen Wärmeverbrauch abgestimmt und benötigen weniger Erdgas. „Damit können wir im Vergleich zum bisherigen Betrieb etwa 4 000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, freut sich PWG-Geschäftsführer Martin Glink.
 

Autor: Armin Müller