meistro EFFIZIENZ investiert über zwei Millionen Euro in die Digitalisierung der Energieeffizienz

Erhält Höchstförderung vom Bundeswirtschaftsministerium
nach Quelle: Pressemitteilung meistro Energie GmbH, 26. Januar 2017

Im Rahmen des "Pilotprogramm Einsparzähler" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) wird die meistro EFFIZIENZ GmbH im Konsortium mit der Discovergy GmbH die energetische Digitalisierung von Kleinstunternehmen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) etablieren. Um dieses Ziel zu erreichen, investiert die meistro Effizienz 2,46 Millionen Euro in das Projekt. Gleichzeitig fördert das BMWi die meistro EFFIZIENZ im Zusammenhang mit diesem Vorhaben mit der höchstmöglichen Fördersumme dieses Pilotprogramms von bis zu einer Million Euro.

Stefan Froeb, Bereichsleiter Marketing und Vertrieb: "Seit zehn Jahren treiben wir die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft erfolgreich voran. Mit diesem Pilotprogramm der Bundesregierung möchte meistro EFFIZIENZ die Chance nutzen, die Digitalisierung auch für die Energieeffizienz nutzbar zu machen." Für die insgesamt fünf Branchen Logistik, Bäcker, Hotellerie, Einzelhandel und Tierzucht entwickelt die meistro EFFIZIENZ in enger Zusammenarbeit mit Branchenverbänden und Genossenschaften branchenspezifische Lösungen im Rahmen dieses Projektes. Stefan Froeb: "Übergeordnetes Ziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen digitalen Konzeptes zur Effizienzsteigerung in den genannten Branchen, das anschließend auf weitere mittelständische Branchen ausgeweitet werden kann."

Online-Plattform visualisiert Messdaten und zeigt Einsparpotentiale

Die Akquise der am Programm teilnehmenden Unternehmen wird online über eine öffentliche Community unterstützt und durch das meistro Projektteam begleitet, so dass auch weitere Unternehmen von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren können. Im Detail ist geplant, für die oben genannten Branchen rund 400 digitale Abrechnungszähler sowie 300 weitere Unterverteilungen in den Unternehmen zu installieren. Nur durch diese Untermessungen mittels der sogenannten "CONTROLIT Expert" Module wird es möglich sein, anlagen- bzw. gerätegruppenspezifische Lastprofilsignaturen zu identifizieren. So werden die Lastgänge von einzelnen Produktionsmaschinen wie beispielsweise Waschstraßen, in denen Bäckerkörbe gewaschen werden, im Detail angezeigt. Damit die teilnehmenden Unternehmen die mit den Einsparzählern erhobenen Messdaten auch auswerten können, werden diese Lastgänge auf einem Onlineportal visualisiert.

Den Unternehmen stehen auf dieser Plattform folgende Methoden zur Verfügung:

- Die Verbräuche innerhalb der Branche werden bereinigt und mit Kennzahlen (z.B. kWh/m²) versehen, um einen Branchenbenchmark zu ermöglichen. So können Unternehmen unter anderem erkennen und vergleichen, wie hoch der Energieverbrauch der Mitbewerber, oder auch in den eigenen anderen Filialen ist. - Anlagen- bzw. gerätegruppenspezifische Messwerte werden mit den eigenen historischen Werten verglichen und ausgewertet. So können Veränderungen der Geräteeffizienz (beispielsweise aufgrund mangelnder Wartung) oder auch ein geändertes Nutzerverhalten erkannt werden. - Durch das Auswerten der Bibliothek werden Verbrauchsanomalien von Anlagen bzw. Gerätegruppen festgestellt. Beispielsweise können so ungewöhnliche Lastgänge wie hohe Stromverbräuche zu abnormen Zeiten schneller identifiziert werden.

Die mit einem Einsparzähler ausgestatteten Unternehmen erhalten zusätzlich zur Online-Visualisierung eine detaillierte Auswertung über Verbrauch oder beispielsweise Fehlverhalten von Geräten per Push-Nachricht. Das Einloggen in die Plattform ist so nicht mehr zwingend notwendig. Auf Basis dieser erhobenen Messwerte wird meistro EFFIZIENZ den Unternehmen Vorschläge für energieeffizientere Geräte unterbreiten und diese bei den weiteren Umsetzungsmaßnahmen unterstützen. "Wir nehmen den Verbänden, Verbundgruppen und Genossenschaften hier ein großes Thema ab. Für viele ist es rein aus personellem Ressourcenmangel schwierig, sich neben dem eigentlichen Kerngeschäft zusätzlich um die Themen Digitalisierung und Energieeffizienz zu kümmern", so Stefan Froeb. Um weitere Unternehmen für die Themen Energieeffizienz und Energiesparen zu motivieren, werden die Ergebnisse der einzelnen durchgeführten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in der Community veröffentlicht und so der Öffentlichkeit anonymisiert zur Verfügung gestellt.

Über den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz - NAPE

Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) hat die Bundesregierung eine umfassende Strategie auf den Weg gebracht, um das Ziel der Primärenergieverbrauchssenkung zu erreichen. Bis 2020 soll so der Verbrauch gegenüber 2008 um 20 Prozent gesenkt und bis 2050 halbiert werden. Die Maßnahmen - Voranbringen der Energieeffizienz im Gebäudebereich, Etablierung der Energieeffizienz als Rendite und Geschäftsmodell, Erhöhung der Eigenverantwortlichkeit für Energieeffizienz - tragen dazu bei, die gesteckten Ziele kurz-, mittel- und langfristig zu erreichen. Der Aktionsplan umfasst Sofortmaßnahmen, die überwiegend bereits umgesetzt wurden, sowie weiterführende Arbeitsprozesse für die restliche Legislaturperiode. Mit dem Pilotprojekt Einsparzähler fördert das BMWi die Weiterentwicklung von "smart Home", "smart building", "smart production" oder sonstigen intelligenten Systemen, die ihren Endkunden beim Energiesparen behilflich sind.

 

Weitere Informationen:
http://www.meistro.de/