Kühlende Objekttextilien: Alternative zur herkömmlichen Klimaanlagen

Nach watson.ch: "Klimaanlage ohne Strom: ETH-Forscher entwickelt Kühlvorhang", 26. Juli 2017

Mario Stucki, Doktorand am Functional Materials Laboratory der ETH Zürich, entwickelte ein Kühlvorhang, der eine mögliche Alternative zu herkömmlichen Klimaanalgen darstellen könnte. Der Vorhang besteht aus einer dreischichtigen Membran: Eine Schicht ist aus hydrophilem Polymer, das umgeben ist von zwei hydrophoben Polyethuran-Schichten. Die mit Wasser getränkte Membran ist mit vielen kleinen Löchern versehen - durch diese kann das Wasser der mittleren Schicht in die Umgebung entweichen. Das Verdampfen von Wasser benötigt viel Energie: Dabei wird der Luft Wärme entzogen, sie kühlt sich ab, und gleichzeitig steigt die Luftfeuchtigkeit in der Umgebung. Der Kühlvorhang ist ein passives System - er benötigt nur die Sonnenstrahlung, die durch das Fenster fällt. Gerade für trockene, sonnenreiche Gebiete könnten sich solche Vorhänge daher bestens eignen.
Bis zur Kommerzialisierung müssen noch viele Fragen geklärt werden: zum Beispiel wie sich Bakterien und Pilze auf das Material auswirken bzw. wie deren Wachstum verhindert werden könnte. Hohe Temperaturen und Feuchtigkeit begünstigen das Wachstum.

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