Mehr Fördermittel für Batteriespeicher

Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Degression der Tilgungszuschüsse für das PV-Speicherprogramm angepasst.
nach Quelle: E&M PowerNews, 30. Juni 2017


Bildquelle: Fotolia©frank peters

Zwischen dem 1. März 2016 und Ende 2018 wird die Bundesregierung nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) Investitionen in Photovoltaik-Speicher mit mehr als 30 Mio. Euro fördern.Nun hat das BMWi, ohne einen konkreten Betrag zu nennen, bekannt gegeben, aufgrund der hohen Nachfrage nach Batteriespeichern die Mittel für den Tilgungszuschuss für Speicherinvestitionen im Laufe dieses Jahres „deutlich“ aufzustocken.
Damit könnten in diesem Jahr voraussichtlich 10 000 Anträge eine Förderzusage erhalten. Dies wären 50 % mehr als ursprünglich geplant. Für 2018 stünden dann noch ausreichend Gelder für weitere 5 000 Förderbescheide bereit.
Gleichzeitig weist die am 20. Juni 2017 im Bundesanzeiger veröffentlichte Bekanntmachung „Förderung von stationären und dezentralen Batteriespeichersystemen zur Nutzung in Verbindung mit Photovoltaikanlagen“ angepasste Degressionsschritte der Tilgungszuschüsse aus. Aufgrund von Kostenreduktionen und sinkenden Batteriepreisen sei diese Maßnahme gerechtfertigt. Damit sinkt der Anteil an förderfähigen Kosten, als welcher der Tilgungszuschuss berechnet wird, bereits zum 1. Januar 2018 auf 10 %. Ursprünglich war dieser Schritt erst zum 1. Juli 2018 geplant.
Auch der Weg dorthin verläuft steiler: Statt zwischen 1. Juli 2017 und 31. Dezember 2017 gilt ein Anteil von 16 % jetzt nur bis zum 30. September 2017, und 13 % werden nur zwischen 1. Oktober und 31. Dezember 2017 angesetzt und nicht mehr zwischen dem 1. Januar und 30. Juni 2018.
Bis Ende Mai erteilte die KfW, die das Programm umsetzt, knapp 3 200 Zusagen auf Förderung. Damit beläuft sich die Zahl seit März 2016 auf insgesamt rund 8 000 Zusagen. In der vorangegangenen Förderperiode, die Ende 2015 ausgelaufen war, wurden dem BMWi zufolge insgesamt rund 60 Mio. Euro auf 19 000 Förderanträge zugeteilt.
Mit dem KfW-Programm Erneuerbare Energien „Speicher“ soll die Nutzung von stationären Batteriespeichersystemen in Verbindung mit einer an das Netz angeschlossenen Photovoltaik-Anlage unterstützt werden. Die Investoren erhalten zum einen ein zinsgünstiges Darlehen der KfW, zum anderen einen Tilgungszuschuss, der sich allerdings nur auf die Investition in das Batteriespeichersystem und auf die Investition in die Photovoltaikanlage bezieht und vom Bundeswirtschaftsministerium gewährt wird.
Im vergangenen Jahr war die Förderung vorübergehend ausgesetzt worden, da das Budget für die Tilgungszuschüsse schneller als geplant ausgeschöpft wurde.
Wie ein KfW-Sprecher auf Anfrage von E&M bestätigte, sind die Mittel für die Kreditvergabe an PV- und Speicher-Investoren im Gegensatz zum Budget der Tilgungszuschüsse nicht gedeckelt.
 
Autor: Fritz Wilhelm