Bayern - Land der Energie-Innovationen

Zum zehnten Mal prämierte das Bayerische Wirtschaftsministerium mit dem Bayerischen Energiepreis 2016 innovative Projekte, Produkte und Konzepte für den verantwortungsvollen Umgang mit Energie.
nach Quelle: Bayern Innovativ GmbH, Oktober 2016

Aus der hohen Anzahl von rund 280 Bewerbungen hat eine unabhängige Jury aus sieben Energieexperten bayerischer Hochschulen die Preisträger in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt. Am 20. Oktober 2016 nahmen die Preisträger im Maritim Hotel Nürnberg in Anwesenheit von rund 250 Gästen im Rahmen einer feierlichen Jubiläumsveranstaltung die renommierte Auszeichnung aus den Händen von Bayerns Den Hauptpreis erhielt in diesem Jahr Clariant, Planegg, für das „sunliquid®-Verfahren zur Herstellung von klimafreundlichem und nachhaltigem Zellulose-Ethanol aus Agrarreststoffen“. Das sunliquid®-Verfahren ist ein hocheffizientes und zukunftsweisendes Verfahren zur Herstellung von Biosprit. „Clariant steht für hochinnovative und energieoptimierte Produktion ‚Made in Bavaria‘. Unternehmen wie Clariant bringen den Ruf Bayerns als Standort für Spitzentechnologie im Energiebereich weiter voran“, würdigte der Energiestaatssekretär den Hauptpreisträger.

Die Demonstrationsanlage in Straubing macht eine Technologiemarktreif, die für Biokraftstoffe einen heimischen Energieträger nutzt, nahezu klimaneutral ist und die Konkurrenz zwischen Tank und Teller auflöst.( Clariant/Roetzer)


Acht weitere hochinnovative Projekte aus den verschiedenen Energiekategorien wurden vorgestellt und ausgezeichnet. Den Auftakt bildete das Schmuttertal-Gymnasium, ein Schulneubau mit Vorbildcharakter. Über den Preis konnten sich sowohl die Architekten Nagler und H. Kaufmann als auch der Bauherr, der Landkreis Augsburg, freuen. Prämiert wurde auch der Landkreis Bamberg: Das hervorragende und breit aufgestellte Klimaschutzmanagement gewann im Bereich „kommunale Energiekonzepte“. Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft, München, wurde für die erfolgreichen „Lernenden Energieeffizienz-Netzwerke“, in denen sich Unternehmen beraten lassen und durch Austauschtreffen zusätzlich Synergien ausschöpfen, geehrt. Continental aus Nürnberg überzeugte die Jury mit einer hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung und Kälteerzeugung. Natürlich wurde auch ein hochinnovatives Produkt mit dem Bayerischen Energiepreis gewürdigt: Das ZAE Bayern entwickelte mit der Netzsch-Gerätebau GmbH aus Selb ein mobiles Gerät zur Bestimmung des Ug-Werts von Verglasungen direkt vor Ort, ohne die Notwendigkeit eines Fensterausbaus. Oberbayern und Franken fanden zu einem Gemeinschaftsprojekt im Bereich Energieverteilung und Speicherung zusammen: Die Caterva GmbH aus Pullach hat mit der Nürnberger N-Ergie einen starken Partner gefunden. Heraus kam „SWARM“, der weltweit erste Verbund von Haushaltsspeichern, der Regelleistung liefert. Die höchsteffiziente Zerkleinerungsmaschine mit ecopulser-Technologie von Krause Maschinenbau GmbH aus Ostermünchen errang den Preis in der Kategorie „Energieeffizienz in industriellen Prozessen und Produktion“. Zudem wurde ein beeindruckendes Forschungsergebnis ausgezeichnet: Der Lehrstuhl für Windenergie der Technischen Universität München hat zum ersten Mal in realistischen Windkanal-Experimenten gezeigt, dass eine automatische Windparkregelung eine Windpark-Ertragssteigerung von bis zu 15 Prozent erreichen kann.

 

Die Preisträger des Bayerischen Energiepreises 2016 (Bildnachweis: Matthias Merz/Bayern Innovativ GmbH)

Die Preisträger und Gäste erlebten in Nürnberg im Anschluss an die vom Cluster Energietechnik organisierten Foren „Energieeffizienz für die Industrie“ und „Kommunale Energiewirtschaft“ einen energiegeladenen Event: Erstmals durften Bayerns beste Energie-Start-up-Unternehmen dem Publikum im Rahmen eines Wettbewerbs ihr Produkt bzw. ihr Konzept vorstellen. Kabarettist Mäc Härder sorgte mit fränkischem Humor für Unterhaltung und Moderator Moritz Zaiss führte durch den Abend, nahm das Publikum mit und entlockte so manchem Preisträger noch einige „informelle“ Details zu den Projekten. Jedes ausgezeichnete Projekt wurde in einem kurzen Video vorgestellt und in der Laudatio von Wirtschaftsstaatssekretär Pschierer geehrt. Dieser betonte: „Innovationen sind Teamarbeit!“. Dies trifft in besonderem Maße für den Hauptpreisträger Clariant zu: Dr. Markus Rarbach, der den Preis entgegennahm, freute sich über die Anerkennung der Leistung des Teams, das in den letzten Jahren das Verfahren von der Idee bis zur Marktreife entwickelte. Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer entgegen.

Auch 2018 sollen wieder Bayerns beste Energie-Projekte ausgezeichnet werden.

Weitere Informationen zum Bayerischen Energiepreis sowie Detailinformationen zu den prämierten Projekten unter:
www.bayerischer-energiepreis.de

 

Zu jedem prämierten Energieprojekt ist ein 1-minütiger Filmbeitrag im Internet unter
www.bayerischer-energiepreis.de/videoaudio