Solar-Fördersätze werden leicht gekürzt

Aufgrund des etwas gestiegenen Zubaus werden die Fördersätze für Photovoltaikanlagen gekürzt, die im Zeitraum vom 1. Mai bis zum 31. Juli 2017 in Betrieb genommen werden.
nach Quelle: E&M PowerNews, 02. Mai 2017
Wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) am 2. Mai mitteilte, ist der PV-Zubau verglichen zum vorhergehenden Bezugszeitraum leicht angestiegen. Daher werden nun die Fördersätze gekürzt. So sinkt zum Beispiel die Förderung für die kleinen Photovoltaikanlagen bis 10 kWp in der festen Einspeisevergütung zum 1. Mai von derzeit 12,30 Ct/kWh auf nunmehr 12,27 Ct/kWh.
 
Die Fördersätze für Strom aus Photovoltaik-Anlagen werden nach den Regeln des Erneuerbare-Energien-Gesetzes monatlich angepasst. Entscheidend hierfür ist der Brutto-Zubau der vergangenen sechs Monate, der auf ein Jahr hochgerechnet wird. In diesem Zeitraum liegt der auf ein Jahr hochgerechnete Brutto-Zubau mit etwa 2 149 MW knapp unterhalb des gesetzlich festgelegten Ausbaupfads von 2 500 MW, wie die Bonner Behörde weiter mitteilte. Der Brutto-Zubau setzt sich zusammen aus den Anlagen im Photovoltaik-Melderegister und den Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Anlagenregister.
 
Bewegt sich der Bruttozubau knapp unterhalb des gesetzlichen Ausbaupfads, ist eine Absenkung der Vergütungssätze um jeweils ein viertel Prozent pro Monat vorgesehen. Die Absenkung verstärkt sich, wenn der Zubau den Ausbaupfad überschreitet. Eine deutliche Unterschreitung des Ausbaupfads würde dagegen dazu führen, dass die Vergütungssätze ansteigen. Aufgrund der niedrigen Zubauzahlen in den vergangenen Monaten hatte die Bundesnetzagentur seit Herbst 2016 die Fördersätze für Photovoltaikanlagen auf Gebäuden oder sonstigen baulichen Anlagen nicht verändert.
 
Autorin: Heidi Roider