Neuartiges Regelkraftwerk mit Speicher

Die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) nehmen mit einer Kombination aus Gasturbine und Speicher am bundesweiten Forschungsprogramm Sinteg teil.
nach Quelle: E&M PowerNews, 13. Januar 2017

Zum einen die schnelle Reaktionszeit des Speichers, zum anderen die „unendliche Kapazität“ der Gasturbine für die dauerhafte Bereitstellung von Energie – das sind die wesentlichen Vorteile des Regel-Duos, die Reiner Lübke, Technischer Vorstand des Ludwigshafener Energieversorgers, besonders betont. Die 8-MW-Batterie und die 5-MW-Gasturbine sollen künftig einen Beitrag zum Ausgleich von Schwankungen und damit zur Netzstabilisierung leisten. Darüber hinaus kann die Gasturbine auch den Speicher laden. Für die Kombination der beiden Anlagen hat TWL ein eigenes Patent angemeldet, das sich derzeit in der Prüfung befindet.

Die Netzgesellschaft KNS, eine Tochter der Technischen Werke, ist Partner bei der Umsetzung des Projekts. Die Verantwortlichen in Ludwigshafen gehen von einer Bauzeit von zwölf Monaten aus und werden nach eigenen Angaben etwa 6 Mio. Euro in die Anlage investieren.

Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit 700 000 Euro gefördert und ist Teil des bundesweiten Forschungsprogramms „Schaufenster intelligente Energie“ (Sinteg). In dessen Rahmen entwickelt beispielsweise eine Reihe von Unternehmen unter der Konsortialführung von RWE einen Lösungsansatz zum Ausgleich regionaler Erzeugungs- und Verbrauchsungleichgewichte. Die Idee dahinter: So viel Energie wie möglich soll regional erzeugt und auch regional verbraucht werden. Lediglich zu Spitzenlastzeiten soll über das übergeordnete Netz die Versorgung gesichert werden.

Das finanzielle Gesamtvolumen für Designetz beläuft sich auf 66 Mio. Euro. Davon sind etwa 30 Mio. Euro Fördermittel des Bundes.

Weitere Teilprojekte von Sinteg sind C/sells, Enera, die Norddeutsche Energiewende NEW 4.0 und Wind Node.

Autor: Fritz Wilhelm

Weitere Informationen:
http://www.twl.de/