Fünf Audi A1 e-tron an die N-ERGIE in Nürnberg übergeben

Im Rahmen des Projektes „e-NUE" des Schaufensters Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET wurden am 20. Juli 2013 von der AUDI AG der N-ERGIE Aktiengesellschaft in einer ersten Phase fünf Audi A1 e-tron zur Verfügung gestellt.

Nürnberg, 20. Juli 2013

AUDI engagiert sich mit dem A1 e-tron in der Initiative „Schaufenster Elektromobilität" der Bunderegierung. Mit 80 Autos, die an sechs einzelnen Projekten teilnehmen, werden die Potenziale des neuen Antriebskonzepts untersucht. Der A1 e-tron ist ein Spezialist für urbane Ballungsräume, sein Range Extender verleiht ihm zusätzliche Reichweite.

Kompakt, agil, lokal abgasfrei und extrem wirtschaftlich - der Audi A1 e-tron steht für eine neue, smarte Form urbaner Mobilität. Die T-förmige Lithium-Ionen-Batterie des Audi A1 e-tron, die 12,1 kWh Energie speichert, bietet eine elektrische Reichweite von rund 50 km. An einer 220-Volt-Haushaltssteckdose lässt sie sich in etwa drei Stunden voll laden. Im Fahrbetrieb verlängert ein extrem kompakter und leichter Einscheiben-Wankelmotor im Heck die Reichweite auf insgesamt 250 km. Mit 15 kW (20 PS) Leistung, die er aus 254 cm³ Kammervolumen schöpft, lädt der Range Extender die Batterie über einen Generator nach. Die Teilnehmer werden voraussichtlich rund eine Million Kilometer zurücklegen. In allen Fällen arbeitet die Marke mit Partnern vor Ort zusammen.

Beim Projekt „e-NUE" in Nürnberg stellt AUDI der N-ERGIE Aktiengesellschaft in einer ersten Phase fünf Audi A1 e-tron zur Verfügung. Die Mitarbeiter können das Auto sowohl privat als auch geschäftlich nutzen. In einer zweiten Welle rüstet AUDI fünf weitere Betriebe im Raum Nürnberg mit je einem A1 e-tron aus. Auch diese Autos sollen privat und dienstlich genutzt werden.

An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg nehmen Prof. Dr.-Ing. Reinhard German und sein Team in einem Forschungsprojekt die Daten ins Visier, die während der Nutzung der A1 e-tron-Modelle anfallen: Nutzungsdauer, Stromverbrauch oder das Verhalten der Elektronik können ebenso erfasst werden wie Fahrprofile. Auf Basis dieser Informationen entwickelt German an seinem Lehrstuhl für Rechnernetze und Kommunikationssysteme ein Simulationsmodell, mit dem sich wichtige Prognosen für die Zukunft der Elektromobilität treffen lassen - sowohl was den Energiebedarf und die Energiversorgung betrifft als auch die Kommunikation zwischen den Autos und anderen Infrastrukturen. Damit sollen Fragen beantwortet werden wie: Welche Lademöglichkeiten müssen bereitstehen - und wo? Wie steigt der Strombedarf mit der Menge der A1 e-tron-Modelle, die im Einsatz sind? Wie kann die Kommunikation zwischen verschiedenen Automobilen oder zwischen Auto und Ampel den Verkehrsfluss besser steuern?

Stimmen zu e-NUE:

Katja Hessel, Staatssekretärin

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel sieht in der Elektromobilität eine faszinierende technologische und wirtschaftliche Herausforderung für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Bayern: "Es kommt aber nicht nur auf die technische Seite an, sondern auch darauf, die Nutzer für sich zu gewinnen. Dies ist ein entscheidender Baustein, damit Elektromobilität Wirklichkeit wird. Ich freue mich daher außerordentlich, dass mit dem Projekt "e-NUE" das bayerisch-sächsische Schaufenster ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET jetzt auch in Nürnberg startet. Mein Dank gilt allen Projektpartnern, allen voran der AUDI AG und der N-ERGIE Aktiengesellschaft."

Petr Izakovic, Leiter Flottenbetreuung / Kleinserien

AUDI AG

Petr Izakovic, Leiter der Abteilung Flottenbetreuung / Kleinserien, sieht das Projekt als eine weitere Chance für die AUDI AG mit Hilfe der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der N-ERGIE Aktiengesellschaft, wichtige neue Erkenntnisse zum Thema Elektromobilität und dem Einsatz von Elektrofahrzeugen im urbanen Raum zu sammeln.

Besonders spannend ist für ihn das neue Konzept der Kombination von privater und dienstlicher Nutzung eines Elektrofahrzeugs und die damit verbundenen Herausforderungen an die Terminkoordination der dienstlichen Fahrten und an die Ladeinfrastruktur. „Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich bei vielen dienstlichen Fahrten lediglich um Kurzstrecken handelt, die mit der rein elektrischen Reichweite des A1 e-tron von ca. 50 km ohne weiteres abgedeckt werden können. Inwieweit die Nutzung eines Elektrofahrzeugs jedoch tatsächlich für den Gebrauch als Poolfahrzeug in einem Betrieb geeignet ist, werden wir in einem Jahr anhand unserer Ergebnisse aus dem Projekt e-NUE ableiten können. Die Idee, ein Elektrofahrzeug dienstlich und privat zu nutzen, stellt sowohl die Nutzer als auch die Ladeinfrastruktur vor neue Herausforderungen und ich freue mich darauf, diese zu erkennen und anzugehen."

Josef Hasler, Vorsitzender des Vorstands

N-ERGIE Aktiengesellschaft

Die N-ERGIE Aktiengesellschaft ist seit über fünf Jahren im Bereich Elektromobilität aktiv und von Anfang an im Schaufenster ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET. Ich freue mich, dass in diesem Rahmen jetzt eine aussichtsreiche Kooperation mit der AUDI AG und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ins Leben gerufen wurde. Unsere Mitarbeiter werden in dem einjährigen Feldversuch von AUDI eine wichtige Rolle spielen: Sie werden die Technik des Audi A1 e-tron auf Herz und Nieren testen, sowohl als private als auch geschäftliche Nutzer. Zusätzlich werden die Testfahrer mit den fünf Elektrofahrzeugen eine neue, innovative Ladeinfrastruktur auf ihre Praxistauglichkeit testen. Dazu haben wir in Nürnberg auf unseren Firmengeländen in Sandreuth und am Plärrer Ladesäulen errichtet, die den Ansprüchen eines mobilen und digitalen Zeitalters entsprechen. Die Tester können auch an den bereits bestehenden acht Ladesäulen im Stadtgebiet Nürnberg sowie an den Ladesäulen des Ladeverbunds Franken+ im Großraum Nürnberg die Fahrzeuge laden. So sammeln wir als Energieversorger wichtige Informationen zur Elektromobilität im Alltag und können unsere Strategie für die nächsten Jahre schärfen.

Prof. Dr.-Ing. Reinhard German, Lehrstuhl für Rechnernetze und Kommunikationssysteme,

FAU

Die Bedeutung, die das Projekt „e-NUE" für die Zukunft der Elektromobilität hat, ist aus Sicht von Prof. Dr.-Ing. Reinhard German gar nicht zu unterschätzen: „Noch sind wir beim Thema Elektromobilität von einem Einsatz in breiter Fläche entfernt - umso wichtiger ist es, solide und wissenschaftlich abgesicherte Aussagen treffen zu können, wie dieses Feld sich entwickeln wird und muss. Wir können hier an der FAU mit unserer umfangreichen Kompetenz im Bereich Simulation, Kommunikation und Energie einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass eine schrittweise Substitution herkömmlicher Fahrzeuge durch Elektro-Fahrzeuge gelingt - darüber freuen wir uns."

Dr. Johann Schwenk, Leiter Projektleitstelle Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET

Bayern Innovativ GmbH

Es freut mich, dass mit dem heutigen Auftakt ein so wichtiges Projekt für das Schaufenster Bayern-Sachsen und die Region Nürnberg startet. Da besonders in Nürnberg das Umland eine räumliche Nähe zur Stadtmitte aufweist, finden sich hier ideale Bedingungen für das Testen und Analysieren eines elektrischen Pendlerbetriebes zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Die Einspeisung der Fahrzeuge als Poolfahrzeuge in einen Betrieb wird zu dem vorgenommen und betrachtet. Ich wünsche den Probanden viel Spaß mit den e-Fahrzeugen und unseren Projektpartnern viel Erfolg sowie viele neue Erkenntnisse für die Etablierung der Elektromobilität als nachhaltiges, ganzheitliches Mobilitätskonzept in Deutschland.

Das Projekt „e-NUE" ist eines von insgesamt rund 50 Projekten im Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET und wird mit fast 1,1 Mio. Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie im Rahmen der Schaufensterinitiative der Bundesregierung gefördert.

Die Bayern Innovativ GmbH und die Sächsische Energieagentur SAENA übernehmen gemeinsam die Koordination des Schaufensters Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET. Die Bundesregierung hat im April 2012 vier Regionen in Deutschland als „Schaufenster Elektromobilität" ausgewählt und fördert hier auf Beschluss des Deutschen Bundestags die Forschung und Entwicklung von alternativen Antrieben. Die Projekte im Schaufenster umfassen ein Projektvolumen von rund 140 Millionen Euro. Dabei wird das Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET mit über 40 Millionen Euro von der Bundesregierung und mit jeweils 15 Millionen Euro von den Freistaaten Bayern und Sachsen gefördert. Ein großer Teil des Gesamtvolumens wird von der Industrie erbracht.

Insgesamt stellt der Bund Schaufensterfördermittel in Höhe von 180 Mio. Euro bereit. In den groß angelegten regionalen Demonstrations- und Pilotvorhaben wird Elektromobilität an der Schnittstelle von Energiesystem, Fahrzeug und Verkehrssystem erprobt.
Weitere Informationen unter www.schaufenster-elektromobilitaet.org.

 

Ansprechpartner:

Name:       Astrid Lang

Funktion:  Projektmanager

Institution:
Projektleitstelle des SchaufenstersBayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET

 

Telefon: +49 911 20671 252

E-Mail: lang@bayern-innovativ.de

Anschrift:
Bayern Innovativ GmbH, Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg