Elektromobilität kommt nur langsam voran

Nach vier Monaten staatlicher Förderung von Elektroautos ist noch kein Aufwärtstrend bei der Elektromobilität festzustellen.
nach Quelle: E&M PowerNews, 3. November 2016

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) verzeichnete zum 31. Oktober insgesamt 5 782 Anträge auf den Umweltbonus, die staatliche Kaufprämie für Elektroautos. In 3 343 Fällen wurde der Bonus bislang für reine Batteriefahrzeuge in Anspruch genommen, 2 438-mal für Hybridfahrzeuge und einmal für ein Brennstoffzellenauto.

Ein Aufwärtstrend bei der Zahl der Förderanträge ist bislang nicht zu erkennen. Im Juli, dem ersten Fördermonat, gingen etwa 1 500 Anträge ein, seither wurden im Schnitt 1 420 Förderanträge pro Monat gestellt.

Die Zahl der förderfähigen Autos hat indes zugenommen. Umfasste die entsprechende Bafa-Liste im Juli insgesamt 84 Modelle mit Elektro, Plug-in-Hybrid- oder Brennstoffzellenantrieb, waren es im Oktober bereits 97. Die beliebtesten Batterieautos sind weiter der BMW i3 und der Renault ZOE, das begehrteste Hybridmodell ist der Audi A3. Die meisten Förderanträge kamen bislang aus Bayern (1 430) und Baden-Württemberg (1 156).

Rein elektrische Fahrzeuge werden mit 4 000 Euro, Plug-in-Hybride mit 3 000 Euro gefördert. Der Bund und die Autoindustrie stellen dafür jeweils bis zu 600 Mio. Euro zur Verfügung. Das Bafa vergibt die Förderung solange, bis die Bundesmittel aufgebraucht sind. Das Programm läuft spätestens 2019 aus. Nach Einschätzung der Bundesregierung können mit dem Geld bis zu 400 000 Elektroautos gefördert werden.

 

Weitere Informationen:
http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/elektromobilitaet/

Zwischenbilanz Elektromobilität:
http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/elektromobilitaet/publikationen/emob_zwischenbilanz.pdf
(PDF, 130 KB)