Ingolstädter Blöcke bleiben systemrelevant

Nach einem Beschluss der Bundesnetzagentur darf der Kraftwerksbetreiber Uniper seine Ölblöcke Ingolstadt 3 und 4 bis Ende März 2019 nicht stilllegen.
Nach Quelle: E&M Powernews, 13. Dezember 2016

Bereits im Dezember 2013 hatte die damalige Eon Kraftwerke GmbH als Vorgängergesellschaft der Uniper Kraftwerke GmbH bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) und dem zuständigen Netzbetreiber Tennet angekündigt, die Blöcke Ingolstadt 3 und 4 (je 386 MW) zum 31. März 2015 stillzulegen. Tennet ordnete jedoch die beiden Ölblöcke in einem Schreiben vom 11. Februar 2014 als systemrelevant ein, so dass die BNetzA die Anlagen per Bescheid für den Zeitraum 1. April bis 2015 bis 31. März 2017 von der Stilllegung ausnahm.

Am 6. Juli 2016 hat Tennet bei der Bonner Behörde "die Verlängerung der Ausweisung der Systemrelevanz für weitere 24 Monate" für die beiden Blöcke beantragt. Wie die BNetzA nun Anfang Dezember in einem Dokument auf ihrer Internetseite mitteilte, sei der Antrag zulässig und begründet. Tennet habe darlegen können, dass beide Blöcke zur Aufrechterhaltung der lokalen Spannung im Netz zumindest bis Ende März 2019 benötigt werden. Zudem müsse mindestens einer der beiden Blöcke für Redispatch-Maßnahmen genutzt werden. Ebenso wurde festgestellt, dass es keine effektiven Alternativen für die Bereitstellung von Blindleistung im ostbayerischen 220-kV-Netzgebiet von Tennet gibt.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: http://www.tennet.eu/de/

Autor: Andreas Kögler