PFOA in Textilien ab 2020 verboten

nach Quelle: Umweltbundesamt, "EU verbietet PFOA", 9. Mai 2017

Das Verbot der EU regelt die Herstellung, Verwendung, das Inverkehrbringen sowie den Import von PFOA, deren Salze sowie von Substanzen, die zu PFOA abgebaut werden können, sogenannte Vorläuferverbindungen. Unternehmen, die PFOA und Vorläufersubstanzen noch immer verwenden, dürfen die Übergangsfrist bis 2020 nutzen, um umweltfreundlichere Stoffe einzusetzen.

Jedoch können andere per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) genauso schädlich sein. Kurzkettige PFC sind so langlebig wie PFOA und können durch ihre Mobilität leicht Gewässer verunreinigen – sie sind daher kein Ersatz für PFOA. Einige europäische Behörden, darunter auch das Umweltbundesamt, bewerten derzeit diese sogenannte C6- oder C4 Chemie.

Das Umweltbundesamt erarbeitet derzeit in Zusammenarbeit mit Schweden einen Beschränkungsvorschlag für die C9-14-PFCAs, d. h. Perfluorcarbonsäuren mit einer Kohlenstoffkette von neun bis 14 Atomen. Genau wie bei der PFOA-Beschränkung sollen auch hier die Vorläuferverbindungen mit verboten werden. Den Entwurf dieses Verbotes reicht Deutschland voraussichtlich im Herbst 2017 bei der Europäischen Chemikalienbehörde ein.

 

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