Spinnenseidenproteine als Herzmuskelzellen

Nach fau.de: „Forscher aus Erlangen und Bayreuth untersuchen Spinnenseidenprotein zur Herstellung von künstlichen Herzgewebe“, 11. August 2017

Um Herzschäden wie Herzinsuffizienz zu beseitigen und Herzfunktionen zu normalisieren, sucht die Forschung nach neuen Wegen. Hierfür haben Forscher aus Erlangen und Bayreuth die Eignung künstlicher Spinnenseidenproteine untersucht. Im Fokus stand dabei das Protein Fibroin, das der Seide die Struktur und mechanische Festigkeit verleiht. Es konnte gezeigt werden, dass sich dieses gut als Gerüstmaterial eignet, um Herzgewebe herzustellen. Bisher war es aber nicht möglich, das Protein in ausreichender Menge und gleichbleibender Qualität herzustellen. Im Rahmen der gemeinsamen Arbeit konnte die Produktion von rekombinierten Seidenproteinen der Gartenkreuzspinne mithilfe von E. coli Bakterien in einer größeren Menge und gleichbleibend hoher Qualität entwickelt werden. Das gezüchtete das Protein lässt sich nicht nur auf Herzmuskelzellen, sondern auch Bindegewebszellen oder Blutgefäßzellen aufbringen.

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